Aktualisiert 27.09.2018 22:07

Niederlande

Polizei kann «grossen Anschlag» verhindern

In den Niederlanden konnten die Behörden nach eigenen Angaben einen «grossen Terroranschlag» verhindern. Sieben Personen wurden festgenommen.

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fur
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Die niederländische Polizei hat sieben Personen festgenommen.

Die niederländische Polizei hat sieben Personen festgenommen.

AFP/Robin Utrecht
Sie sollen einen «grossen Terroranschlag» geplant haben.

Sie sollen einen «grossen Terroranschlag» geplant haben.

AFP/Robin Utrecht
Es wurden Sprengstoffgürtel und Maschinengewehre gefunden.

Es wurden Sprengstoffgürtel und Maschinengewehre gefunden.

AP

Die niederländische Polizei hat nach eigenen Angaben einen grossen Terroranschlag vereitelt. Die Anti-Terroreinheit der Polizei habe sieben Personen festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend in Rotterdam mit.

«Eine terroristische Zelle ist ausgeschaltet worden», sagte Justizminister Ferdinand Grapperhaus am Abend in Den Haag. Die Vorbereitungen zu dem möglichen Anschlag sollen weit fortgeschritten gewesen sein.

Die Verdächtigen wollten laut den Ermittlern Maschinengewehre und Bombenwesten einsetzen, damit es «bei einer Grossveranstaltung möglichst viele Opfer» gibt. Ausserdem sollte eine Autobombe zum Explodieren gebracht werden. Details zum mutmasslichen Ziel des Anschlags wurden nicht genannt.

Die Verdächtigen hatten einen Wohnsitz in den Niederlanden. Sie waren am späten Nachmittag in Arnheim im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze beziehungsweise in Weert im Südosten festgenommen worden. Bei der Aktion waren 400 schwer bewaffnete Beamte beteiligt und Helikopter eingesetzt worden.

Ermittlungen seit April

Nach einem Hinweis des Geheimdienstes waren die Ermittlungen bereits im April gestartet worden. Im Zentrum der Gruppe soll demnach ein 34-jähriger Mann aus dem Irak stehen. Der Mann mit Wohnsitz in Arnheim war im April ins Visier der Ermittler geraten. Er war bereits 2017 verurteilt worden für den Versuch, ins Kampfgebiet der Terrormiliz IS zu reisen.

Das Alter der übrigen Verdächtigen gab die Staatsanwaltschaft mit 21 bis 34 Jahren an. Einzelheiten zu dem geplanten Anschlag und den Verdächtigen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Ermittlungen dauern noch an.

Die Verdächtigen waren nach Angaben der Ermittler auf der Suche nach Kalaschnikows, Pistolen, Handgranaten, Bombenwesten und Grundstoffen für die Herstellung einer Autobombe. Bei ihrer Festnahme stellte die Polizei fünf Handfeuerwaffen sicher. Die Festgenommenen sollten am Freitag dem Haftrichter in Rotterdam vorgeführt werden. (fur/afp)

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