Aktualisiert 23.07.2018 18:45

Falschen Account benutztPolizei kritisiert Özil – und rudert sofort zurück

Ein unbeabsichtigter Tweet über den zurückgetretenen Mesut Özil wurde der Polizei Koblenz zum Verhängnis.

von
nry
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13. MaiAm Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders tauchen Fotos auf, die die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. Gündogan schreibt auf sein Trikot-Geschenk: «Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.»

13. MaiAm Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders tauchen Fotos auf, die die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. Gündogan schreibt auf sein Trikot-Geschenk: «Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.»

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Auch Özil überreicht Erdogan ein Trikot.

Auch Özil überreicht Erdogan ein Trikot.

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14. MaiDer DFB reagiert pikiert, Präsident Reinhard Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans «Wahlkampfmanöver missbrauchen» lassen. Gündogan erklärt via Instagram: «Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben.»

14. MaiDer DFB reagiert pikiert, Präsident Reinhard Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans «Wahlkampfmanöver missbrauchen» lassen. Gündogan erklärt via Instagram: «Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben.»

jan Hetfleisch

Plötzlich postet der offizielle Twitter-Account der Koblenzer Polizei: «Lieber @MesutOzil1088, wer auch immer für Ihr #Krisenmanagement verantwortlich ist, gehört gefeuert. Jeder, der etwas davon versteht weiss, dass man sich in einem #Shitstorm nicht verstecken kann.» Es scheint, als ob die Ordnungshüter auch ihre Meinung zur heiss diskutierten Causa loswerden wollten.

Ironischerweise löste dieser Tweet jedoch selbst einen Shitstorm aus. User zeigten sich empört und kritisierten die Haltung der Polizei. Gleichzeitig machte es jedoch auch stutzig, dass sich eine Stadtpolizei über das eigene offizielle Social-Media-Benutzerkonto zu einer eigentlich thematisch weit entfernten Angelegenheit äusserte.

Es war nicht der Praktikant

Es ging nicht lange, bis der Tweet wieder von der Bildfläche verschwunden war und durch ein Statement ersetzt wurde. In diesem distanzierte sich die Polizei vom Kommentar und gab an, die Ursache des Tweets zu untersuchen.

Die Aufklärung folgte prompt: Ein Mitarbeiter habe seinen eigenen mit dem offiziellen Account verwechselt und unter dem Namen der rheinland-pfälzischen Polizei seine «persönliche Meinung» kund getan. Und nein, es sei nicht der Praktikant gewesen.

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