03.05.2019 03:01

Konstanz

Polizei löst mit Umfrage Stau aus

«Wohin fahren Sie? Von woher kommen Sie?» Solche Fragen sollen in Konstanz (D) Autofahrer beantworten. Während der Umfrage kommt es zu Stau. Das sorgt für Ärger.

von
jeb
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In der Stadt Konstanz kommt es regelmässig zu Staus.

In der Stadt Konstanz kommt es regelmässig zu Staus.

Wikipedia/Joachim Kohler
Die Befragung soll zur künftigen Verbesserung der Verkehrssituation mit entsprechend daraus abgeleiteten Massnahmen beitragen. Die Umfrage besteht aus drei Fragen:

Die Befragung soll zur künftigen Verbesserung der Verkehrssituation mit entsprechend daraus abgeleiteten Massnahmen beitragen. Die Umfrage besteht aus drei Fragen:

Keystone/Ennio Leanza
«Startpunkt der Fahrt?»

«Startpunkt der Fahrt?»

PIxabay

Die Stadt Konstanz (D) am Bodensee führt zwischen dem 30. April und dem 16. Mai 2019 an insgesamt sechs Tagen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Verkehrsbefragungen durch. Diese schätzen viele Autofahrern gar nicht, da es deswegen zu Stau kommt, wie der «Südkurier» am Donnerstag berichtet.

Auf Social Media wird die Aktion hart kritisiert. «Dumpfbackenblödsinn» oder «Die üben: ‹Wie produziere ich einen Stau, wenn ich ausnahmsweise mal keinen habe›», monieren User in die Kommentare. «Ich stand 40 Minuten im Stau wegen dieser Befragung», schreibt einer, «Überall zehn Mal mehr Stau als sonst. Danke für nichts», ein anderer.

Umfragen werden weiterhin durchgeführt

Die Stadt Konstanz hält an den geplanten Umfragen für die nächsten Tage fest. «Es werden wichtige Daten für die künftige Verkehrsplanung erhoben», sagt Pressereferent Walter Rügert. Bei der Stadt direkt sei bislang nur eine Reklamation eingegangen.

Die Befragung werde von einem externen Unternehmen durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Polizei, welche sich um die Regelung des Verkehrs während der Befragung kümmere. Die Umfragen werden an sechs Tagen während jeweils ein paar Stunden durchgeführt. Um die Resultate nicht zu verfälschen, werden weder Zeitpunkt noch Standorte der Befragung bekannt gegeben. «Wir verstehen, dass das für die Autofahrer ärgerlich ist. Aber die Befragung soll zur künftigen Verbesserung der Situation beitragen», sagt Anja Fuchs, Mitarbeiterin des Pressereferats.

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