Polizei: Mehr Pädophile in Chatrooms für Kinder
Aktualisiert

Polizei: Mehr Pädophile in Chatrooms für Kinder

Neue Zahlen
belegen: Auf der Suche
nach Sex mit Kindern
lauern immer mehr
Pädophile im Internet.
Die Kapo Bern kämpft
mit aufwändigen
Ermittlungen gegen die
erschreckende Tendenz.

von
Patrick Marbach

«Wir sehen uns vermehrt mit Fällen konfrontiert, in denen sich Erwachsene aus sexueller Motivation in für Kinder vorgesehene Chat-rooms einloggen», sagt Jan Wisniewski von der Kantonspolizei Bern. Oft geben sich die Täter als Jugendliche aus und versuchen sich bei jungen Usern anzubiedern. «Später stellt sich dann heraus, dass der Traumprinz wesentlich älter ist und ganz andere Absichten hat», erklärt Wisniewski. Meistens versuchen die Täter, den Chat auf sexuelle Themen zu lenken und an Handynummern oder sogar zu einem Treffen zu kommen.

Früher gingen Cybercops wie Wisniewski hauptsächlich gegen verbotene Inhalte auf Tauschbörsen vor. Doch jetzt zeigt die Bilanz zum ersten Quartal 2008, dass die Delikte in den Chatrooms eine grössere Rolle spielen. Dies auch, weil die jungen Leute heute ganz selbstverständlich mit Angeboten wie MSN- und Yahoo-Messenger oder ICQ umgehen. «Die Eltern müssen sich Zeit nehmen, um sich ein Bild davon zu machen, und mit den Kindern darüber sprechen», rät Wisniewski.

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