Aktualisiert 22.05.2020 14:24

«Wohlauf und gefrässig»

Polizei muss drei Katzen-Babys aus misslicher Lage befreien

In Hünenberg ZG hat die Polizei drei junge Katzen aus einem 1,5 Meter tiefen Loch befreit. Die Tiere sind nun wohlauf. Wie sie in den Betonpfeiler gelangt sind, ist aber unklar.

von
Nathan Keusch
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Die Zuger Polizei musste am Dienstag drei Katzen-Babys aus einer misslichen Lage befreien.

Die Zuger Polizei musste am Dienstag drei Katzen-Babys aus einer misslichen Lage befreien.

Kapo Zug
Die drei Kätzchen wurden in der Gemeinde Hünenberg ZG gefunden. Sie waren in einem Betonpfeiler einer Holzbrücke beim Zollhaus eingeschlossen.

Die drei Kätzchen wurden in der Gemeinde Hünenberg ZG gefunden. Sie waren in einem Betonpfeiler einer Holzbrücke beim Zollhaus eingeschlossen.

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Die Polizei konnte die Büsis aus dem zirca 1,5 Meter tiefen Loch befreien.

Die Polizei konnte die Büsis aus dem zirca 1,5 Meter tiefen Loch befreien.

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darum gehts

  • Die Polizei hat in Hünenberg ZG drei kleine Katzen-Babys gefunden.
  • Sie steckten 1,5 Meter tief in einem Betonpfeiler fest.
  • Nun sind sie wohlauf. Wie sie in die missliche Lage gerieten ist aber unklar.

Am Dienstagabend ist die Zuger Polizei in Hünenberg wegen Katzenmusik ausgerückt. Wie die Kapo mitteilt, wurde sie kurz vor 21 Uhr alarmiert, weil beim Zollhaus in Hünenberg lautes Katzengejammer zu hören war. Eine Patroullie rückte schliesslich aus, die vor Ort jedoch keine Geräusche feststellen konnte. Erst nach mehreren Minuten hätten auch die Polizisten das Tier-Gejammer gehört und sich auf die Suche nach der Geräuschquelle gemacht. Die Suche habe sie zu einem Betonpfeiler der Holzbrücke beim Zollhaus geführt.

Büsis aus Loch befreit

Um die kleinen Vierbeiner zu erreichen, hätten die Polizisten die Holzverschalung des Pfeilers entfernen müssen. Die jungen Katzen befanden sich nach Angaben der Polizei in rund eineinhalb Meter Tiefe im Inneren des Betonpfeilers. Die drei Wollknäuel seien dann von den Polizisten aus ihrer misslichen Lage befreit und in die Obhut einer Privatperson übergeben worden.

Laut dem Zuger Polizeisprecher Frank Kleiner geht es den Kätzchen den Umständen entsprechend gut: «Sie sind gefrässig und wohlauf.» Die Büsis seien von einem Tierarzt untersucht und für weitestgehend gesund befunden worden. Die Tiere hätten lediglich entzündete Augen gehabt, was aber mit einer Creme behandelt werden könne.

Ausgesetzt oder verirrt?

Wie die drei jungen Büsis ins Innere des Betonpfeilers gekommen sind, ist unklar. Gemäss der Situation vor Ort geht die Polizei davon aus, dass die Tiere aus einer Höher gelegenen Position hinuntergefallen sind.

Auf Facebook kam schnell der Verdacht auf, dass die Büsis absichtlich ausgesetzt wurden: «Drei Kätzchen per Zufall da reingefallen? Wohl kaum», schreibt eine Userin, und bekommt dafür viel Zustimmung. Polizei-Sprecher Kleiner hält es grundsätzlich für möglich aber eher unwahrscheinlich, dass die Kätzchen im Betonpfeiler ausgesetzt wurden: «Die Katzen wurden an einem abgelegenen und ländlichen Ort gefunden, der für Privatpersonen nur sehr schwer zu erreichen ist.» Bei den drei Jungen handle es sich wohl eher Wild- oder Bauernhofkatzen, die sich verirrt hätten.

Auch Angela Roth will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Sie ist Tierpflegerin beim Tierschutzverein Zug. «Es ist generell schwer zu sagen, ob Katzen ausgesetzt wurden oder nicht,» sagt Roth. «Es gibt zwar viele Findel-Büsis die im Tierheim abgegeben werden, jedoch wissen wir nicht genau ob sie Besitzer hatten oder nicht.» Da Baby-Katzen sehr neugierig und übermütig seien, komme es aber oft vor, dass sich gerade junge Bauernhofkatzen beim Spielen verirren und in eine missliche Lage geraten ohne es zu merken.

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22 Kommentare
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Bababobo

23.05.2020, 12:59

Wenn man nicht auf 3 zaehlen kann, weiss man auch nicht wie die drei suessen Buesis in die Todesfalle gelangt sind.

Heuschnupfenbetroffener

23.05.2020, 08:00

Habe gar nicht gewusst, dass Katzen auch Heuschnupfen haben können ;-)

Herbert

23.05.2020, 07:56

Alle Katzen/Kater müssen endlich sterilisiert werden.Steri =Humane Reduktion.