«Verdächtige Substanz»: Polizei muss innert 48 Stunden zweimal zum BAG ausrücken
Publiziert

«Verdächtige Substanz»Polizei muss innert 48 Stunden zweimal zum BAG ausrücken

Das Bundesamt für Gesundheit gerät zunehmend ins Visier von wütenden Bürgern: Innert zwei Tagen musste die Polizei gleich zweimal zu einem Einsatz am Hauptsitz des Amtes. Es sei eine «verdächtige Substanz» eingegangen.

von
Bianca Lüthy
1 / 4
Das Bundesamt für Gesundheit wird bedroht. 

Das Bundesamt für Gesundheit wird bedroht.

20min/Simon Glauser
Am Donnerstagnachmittag musste die Polizei einrücken. 

Foto: 20min/Simon Glauser

Am Donnerstagnachmittag musste die Polizei einrücken.

Foto: 20min/Simon Glauser

20min/Simon Glauser
Dem Amt wurde eine verdächtige Substanz zugestellt. 

Foto: 20min/Simon Glauser

Dem Amt wurde eine verdächtige Substanz zugestellt.

Foto: 20min/Simon Glauser

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Die Polizei musste zum Hauptsitz des BAGs ausrücken.

  • Innert 2 Tagen wurde die Polizei zwei Mal gerufen.

  • Das Amt wird zunehmend Opfer von Drohungen.

Die Kantonspolizei Bern und die Feuerwehr mussten am Donnerstagnachmittag zum Hauptsitz des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in Liebefeld ausrücken. Der Grund für den Polizeieinsatz war laut Kantonspolizei Bern «eine unbekannte Substanz», wie die «Berner Zeitung» berichtet. Es habe sich jedoch als Fehlalarm entpuppt. So habe es sich um eine ungefährliche Substanz gehandelt.

Am Mittwochmorgen wurde die Polizei bereits zum BAG gerufen. So wurde auch da – ein Tag zuvor – eine verdächtige Substanz ans Amt geschickt. Dem Lokalsender «Tele Bärn» zufolge handelte es sich bei der Substanz um weisses Pulver, das in einem Brief ans BAG geschickt wurde.

Drohungen gegen Amt nehmen zu

Drohungen gegen das Amt haben zugenommen. Bereits seit Dezember steht der Hauptsitz in Liebefeld unter Polizeischutz. Ins Visier von unzufriedenen Bürgern geriet bereits der SVP-Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.

So wurden in Telegram-Chats dazu aufgerufen, Schnegg «einen Besuch abzustatten» und veröffentlichten in den Gruppen-Chats seine Adresse. Und auch die Berner Kantonsärztin Linda Nartey wurde belästigt, als ihr der Corona-Skeptiker Stefan Theiler auf die Pelle rückte und sie durch die Berner Gassen verfolgte und beschimpfte.

Deine Meinung