Aktualisiert 13.04.2020 17:08

Wettingen AGPolizei nimmt Arzt wegen Drohungen fest

Nach Drohungen hat die Polizei am Samstag in Wettingen einen 58-jährigen Arzt festgenommen. Er hatte zuvor Corona-skeptische Tweets geschrieben.

von
tam
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Ein 58-jähriger Arzt aus dem Aargau wurde am Samstag in Wettingen festgenommen und in eine Klinik eingewiesen.

Ein 58-jähriger Arzt aus dem Aargau wurde am Samstag in Wettingen festgenommen und in eine Klinik eingewiesen.

Auf Twitter hatte er einen Hilferuf gepostet, dass die Polizei bei ihm sei.

Auf Twitter hatte er einen Hilferuf gepostet, dass die Polizei bei ihm sei.

Bei Tele M1 spricht Gregor Ziltener, der den Arzt kennt: Er habe festgestellt, dass der 58-Jährige verwirrende Aussagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemacht habe.

Bei Tele M1 spricht Gregor Ziltener, der den Arzt kennt: Er habe festgestellt, dass der 58-Jährige verwirrende Aussagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemacht habe.

Screenshot Tele M1

Bei Wettingen ist es am Samstagabend zu einem Einsatz der Kantonspolizei Aargau gekommen. Die Polizisten waren mit einer Sondereinheit ausgerückt. Ein 58-jähriger Schweizer aus dem Bezirk Baden hatte Drohungen gegen Familienangehörige und Behörden verbreitet, wie es in einer Mitteilung am Sonntag hiess. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Wie Tele M1 berichtet, handelt es sich beim Mann um einen 58-jährigen Arzt. Auf Social Media hatte er einen Hilferuf gepostet: «Vor meiner Praxis steht ein Einsatzkommando der Kapo Aargau, ich werde abgeholt, Hilfe!»

«Verwirrende Aussagen»

Gregor Ziltener kennt den Arzt und gibt dem Regionalsender Auskunft: Er sei eine aufgestellte und sehr engagierte Person. In letzter Zeit habe er aber festgestellt, dass der 58-Jährige verwirrende Aussagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemacht habe. Der 58-Jährige hat unter anderem einen Tweet abgesetzt, dass es das Coronavirus gar nicht gebe. Den bekannten Virologen Christian Drosten aus Deutschland bezeichnet er als Clown.

Warum der Mann die Drohungen ausgestossen hat, ist unklar. Es läuft ein Strafverfahren. Da der Verdacht bestand, dass der mutmasslich psychisch labile Mann bewaffnet sein könnte, hatte die Polizei rund um das Gebäude besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Sie sperrte vorübergehend auch die angrenzende Strasse sowie den nahen Bahnhof ab.

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