Luzern: Polizei nimmt ihre Fans mit auf Spurensicherung

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LuzernPolizei nimmt ihre Fans mit auf Spurensicherung

Spuren sichern, einen fiktiven Tatort begehen oder Spürhunde bei der Arbeit verfolgen – das alles und mehr zeigt die Luzerner Polizei an ihrem Erlebnistag.

von
gwa

Der Gutachter für Fingerabdrücke Beat Kaufmann sichert Spuren. (Video: gwa)

Im und um das Historische Museum in Luzern herrscht am Samstag von 10 bis 17 Uhr viel Betrieb: Die Luzerner Polizei führt an diesem Tag zusammen mit dem Museum und dem Institut für Rechtsmedizin der Uni Zürich einen Polizei-Erlebnistag durch. Dort gibt es Workshops, Führungen und eine 3D-Tatortrekonstruktion in Virtual Reality.

Echte Polizeiarbeit – kein Krimi

«Von der Polizei haben viele ein Klischee im Kopf», sagt Kurt Graf, Sprecher von der Luzerner Polizei. Mit einem Erlebnistag könne man in der Praxis zeigen, mit welchen Mitteln die Polizei arbeitet und sie in gewissen Bereichen vorgeht. «So erhalten die Leute einen praktischen Einblick in die reale Polizeiarbeit – und nicht, wie man es im Krimi erlebt.»

Ab 11 Uhr gibts etwa stündlich den Familien-Workshop «Auf Spurensuche». Dort können die Teilnehmer etwa mit Schuhspuren oder Täterfotos «Spuren lesen lernen wie die Profis der Kriminalpolizei», teilte das Historische Museum mit. Zudem erklären den ganzen Tag über Spezialisten des Kriminaltechnischen Dienstes, welche Mittel bei der Spurensicherung eingesetzt werden. Nach dem Workshop darf man gar den eigenen Fingerabdruck mit nach Hause nehmen. Keine Angst: In der Datenbank der Luzerner Polizei wird der Abdruck nicht gespeichert.

Fahnder auf vier Beinen

Tierisch zu und her geht es bei den Betäubungsmittel-Hunden: Die Sondergruppe Hundeführer der Luzerner Polizei gibt eine Einführung in das Training von Spürhunden und demonstriert ihre Fähigkeiten vor Ort in einem fiktiven Einsatzgebiet. Topmoderne Mittel kommen beim 3D-Zentrum Zürich zum Einsatz: Dieses zeigt via Virtual Reality eine 3D-Rekonstrukion eines Tatortes.

«Tatort»-Ausstellung im Historischen Museum

Im Historischen Museum gibt es weiter Führungen durch die aktuelle Ausstellung «Tatort. Luzerner Kriminalfällen auf der Spur». Dort werden den Besuchern 700 Jahre Kriminalgeschichte und Verbrechen im Kanton Luzern gezeigt: «Man erhält einen Einblick in historische Mordfälle des Kantons Luzern», sagt Sibylle Gerber, Wissenschaftliche Assistentin beim Historischen Museum. «In der Ausstellung geht es aber auch um die bekannte Krimiserie ‹Tatort› und die Geschichte von Ermittlungsmethoden.» Auch nach dem Erlebnistag läuft diese Ausstellung noch weiter bis zum 11. März 2018.

Gerätselt wie früher wird auch bei der Theatertour am Erlebnistag: «Ohne die heute üblichen Hilfsmittel wie DNA-Tests oder der Rasterfahndung versuchen die Besucher der Tour herauszufinden, wer damals, vor über hundert Jahren, die Ermittler auf Trab hielt.»

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