München: Polizei nimmt Terror-Verdächtige fest
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MünchenPolizei nimmt Terror-Verdächtige fest

Aufgrund von Hinweisen aus Sicherheitskreisen sind zwei Männer ins Visier der Fahnder geraten. Die Ermittler befürchteten, dass diese abtauchen könnten.

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ij
Die Polizei hat in München zwei Männer festgenommne, die im Verdacht stehen eine schwere, staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. (Symbolbild)

Die Polizei hat in München zwei Männer festgenommne, die im Verdacht stehen eine schwere, staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. (Symbolbild)

Keystone/Paul Zinken

Spezialkräfte der Polizei haben in München zwei Männer festgenommen. Sie werden verdächtigt Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat zu haben. Ausserdem stünden sie im Verdacht eine schwere, staatsgefährdende Straftat geplant zu haben.

Der 46 Jahre alte Iraker und der 29 Jahre alte Nigerianer haben nach Informationen aus Sicherheitskreisen Kontakte zu Menschen, die auf IS-Listen stehen, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Thomas Steinkraus-Koch, sagte.

Es solle nun verifiziert werden, ob sich der Verdacht gegen die beiden Männer bestätige oder nicht. Falls er sich bestätige, sollten sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen werden. Falls sich der Verdacht nicht bestätige, würden die beiden Männer wieder freigelassen, sagte Steinkraus-Koch.

Ermittler befürchteten Abtauchen

Die Münchner Ermittler hätten die Namen, Geburtsdaten und den ungefähren Aufenthaltsort der beiden erhalten und sie daraufhin ermitteln können, sagte der Sprecher weiter. Einer der Männer sei beim Aussteigen aus der S-Bahn in einem Vorort von München festgenommen worden. Der Zweite wurde in München verhaftet.

Es habe die Befürchtung gegeben, dass die beiden abtauchen könnten. Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes wurden bei den Männern keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung habe zunächst nicht vorgelegen.

In München hatte es an Silvester einen Terroralarm gegeben. Als Folge waren der Hauptbahnhof und der Bahnhof im Stadtteil Pasing geräumt worden. Die Warnung vor möglichen Terroristen liess sich damals aber nicht erhärten. (ij/sda)

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