Aktualisiert 04.08.2004 13:37

Polizei räumt «Elsie»-Liegenschaften

Die «Elsie» gibt's nicht mehr: Am frühen Mittwochmorgen hat die Basler Polizei die besetzten Liegenschaften an der Elsässerstrasse geräumt.

Die Aktion sei ohne Widerstand abgelaufen, teilte das Polizei- und Militärdepartement Basel-Stadt mit. Sieben Jahre lang waren die Häuser besetzt gewesen.

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Besitzerin der Liegenschaften an der Elsässerstrasse - kurz «Elsie» - war am vergangenen Samstag das Ultimatum abgelaufen, die Häuser zu räumen. Am Mittwoch um 06.00 Uhr fanden die Polizeibeamten nur noch 16 der einstmals rund 50 «Elsie»-Bewohner vor, wie es hiess. Sieben von ihnen stammten aus Deutschland und wurden umgehend an die Grenze gestellt. Bis auf ein verbarrikadiertes Treppenhaus habe die Polizisten keinen Widerstand angetroffen.

Vor sieben Jahren waren die Häuser besetzt worden, welche die Migros damals für ein Grossprojekt hatte abreissen wollen. Die neuen Bewohner wehrten sich erst erfolgreich gegen die Räumung und wurden dann sogar legale Mieter. Nachdem sich im Quartier Widerstand gegen das Migros-Projekt geregt hatte, kaufte die gemeinnützige Stiftung Habitat die Liegenschaften. Ihre Pläne einer Überbauung mit günstigem Wohn- und Gewerberaum gefiel den «Elsie»-Bewohnern nicht. Es entspann sich ein jahrelanger Rechtsstreit, der bis ans Bundesgericht führte, wo die Hausbesetzer schlussendlich unterlagen. (dapd)

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