Phuket - Schweizerin (57) in Thailand getötet – Verdächtiger in Haft
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PhuketSchweizerin (57) in Thailand getötet – Verdächtiger in Haft

Nachdem der Todesfall der 57-Jährigen bekannt wurde, haben die Behörden die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei hat einen mutmasslichen Täter festgenommen. Es soll sich um einen 27-Jährigen handeln.

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Laut thailändischen Behörden soll es sich auf diesem Bild um den mutmasslichen Mörder der Schweizer Touristin handeln. 

Laut thailändischen Behörden soll es sich auf diesem Bild um den mutmasslichen Mörder der Schweizer Touristin handeln.

Thai 
Am Samstagmorgen sagte der Polizeichef von Phuket, dass man den Mann verhaftet habe. 

Am Samstagmorgen sagte der Polizeichef von Phuket, dass man den Mann verhaftet habe.

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Die Leiche war mit einem schwarzen Laken bedeckt, nur ihre Füsse ragten aus dem Wasser.

Die Leiche war mit einem schwarzen Laken bedeckt, nur ihre Füsse ragten aus dem Wasser.

Screenshot thairath

Darum gehts

  • Eine 57-jährige Schweizerin wurde am Donnerstagnachmittag tot zwischen Felsen bei einem Wasserfall in Muang, Phuket, aufgefunden.

  • Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Opfer vergewaltigt und getötet worden sein.

  • Die Polizei hat einen mutmasslichen Schuldigen verhaftet.

Am Donnerstagnachmittag wurde eine 57-jährige Schweizerin in Thailand tot an einem Wasserfall aufgefunden. Der Gouverneur von Phuket sicherte umgehende Ermittlungen und eine Autopsie zu.

Am Samstag wurde ein Mann (27) verhaftet. Es soll sich laut Berichten aus lokalen Medien um einen burmesischen Staatsangehörigen handeln. Die Polizei von Phuket liess am Samstagmorgen verlauten: «Gute Nachrichten, alles erledigt.» Es wurde eine Medienkonferenz einberufen.

Die thailändischen Polizeibehörden hatten im Zuge ihrer Ermittlungen eine Zeitachse bis zum Tatort erstellt. Laut verschiedenen lokalen Medienberichten landete die Frau am 13. Juli in Phuket in Besitz eines Touristenvisums, das bis am 26. August gültig war. Sie verbrachte darauf zwei Wochen in einem Hotel im Bezirk Thalang.

Danach reiste sie weiter und und kam am 27. Juli in einem Hotel im Bezirk Muang an. Dort blieb sie vier Tage. Anschliessend reiste sie per Taxi weiter und checkte im The Mooring Resort Hotel in Tambon Vichit ein. Vom 31. Juli bis zum 3. August hielt sie sich im Hotel und an dessen Strand auf.

Den Aufnahmen der Sicherheitskamera zufolge verliess sie am Dienstag, 3. August kurz vor Mittag das Hotel und ging zum Strand von Ao Yon. Um 11.48 Uhr ging sie allein auf der Ao Yon-Khao Khat Road in Richtung Ao Yon-Wasserfall. Sie trug kurze Hosen, ein weisses Hemd und dunkle Schuhe, band sich ein langärmeliges Hemd um die Taille und trug einen dunklen Rucksack.

Autopsie durchgeführt

Laut den Ermittlungen lief sie 18 Minuten und legte dabei 1,4 Kilometer vom The Mooring Resort zum Ao Yon-Wasserfall zurück. Die Frau wurde am Donnerstag, 5. August gegen 13.30 Uhr tot im Bach am Wasserfall im Tambon Vichit des Bezirks Muang gefunden.

Weitere thailändische Medien berichten, dass Vertreter der Schweizer Botschaft aus Gründen der Transparenz ebenfalls an der Untersuchung des Falles beteiligt seien. In der Zwischenzeit sei der stellvertretende Polizeichef Suwat Chaengyodsuk heute in Phuket eingetroffen, um die polizeilichen Ermittlungen zu leiten und zu intensivieren. Er betonte, dass die Polizei alles in ihrer Macht Stehende tun werde, um den Fall zu lösen und alle Verdächtigen aufzuspüren.

Das Institut für Forensische Medizin des Royal Thai Police Office wird eine weitere Autopsie durchführen, schreibt die Bangkok Post. In der Zwischenzeit wurden 200’000 Baht (umgerechnet 5’500 Franken) Belohnung für diejenigen ausgesetzt, die sachdienliche Informationen machen, die zur Festnahme der tatverdächtigen Person führen.

Die Schweizer Botschafterin für Thailand, Helene Budliger Artieda, hat im Beisein von Vertretern des thailändischen Aussendepartements eine Schweigeminute für die getötete Bürgerin abgehalten. Die Botschafterin spricht den Angehörigen ihr Beileid aus.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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