Aktualisiert 21.10.2016 15:05

Rechtsradikale in St. GallenPolizei rüstet sich für Pnos-Treffen

Der Neonazi-Aufmarsch hat die Behörden überrumpelt. Für morgen ist ein neuer Anlass angekündigt. Was die Polizei dieses Mal besser machen will.

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Dieses Bild zeigt laut der Berner Antifa das Konzertpublikum in Unterwasser. Quelle: Twitter.

Dieses Bild zeigt laut der Berner Antifa das Konzertpublikum in Unterwasser. Quelle: Twitter.

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«Rocktoberfest»: Rund 5000 Neonazis sind nach Unterwasser gereist.

«Rocktoberfest»: Rund 5000 Neonazis sind nach Unterwasser gereist.

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Mit diesem Flyer warben die Organisatoren für das Rechtsrock-Konzert im Toggenburg.

Mit diesem Flyer warben die Organisatoren für das Rechtsrock-Konzert im Toggenburg.

kein Anbieter/Screenshot Tagblatt

Die St. Galler Kantonspolizei ist für ein erneutes Treffen von Rechtsradikalen in der Ostschweiz gerüstet. Die Partei National orientierter Schweizer (Pnos) will am Samstag die Gründung von fünf neuen Sektionen feiern.

Der Ort der Veranstaltung ist nicht öffentlich bekannt. Gerüchteweise war von Rapperswil-Jona SG die Rede. Die St. Galler Kantonspolizei hat laut ihrem Sprecher Gian Rezzoli die nötigen Informationen erhalten und wird den Anlass «polizeilich begleiten».

Man habe mit der Pnos gesprochen, sagte Rezzoli am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Wie viele Personen zum Treffen kommen, wisse die Polizei nicht. Pnos-Chef Dominic Lüthard erklärte auf Anfrage, er rechne mit maximal 100 Personen.

Stadt Rapperswil-Jona weiss nichts

Die PNOS teilte in sozialen Netzwerken mit, man werde sich bei der Veranstaltung an die schweizerischen Gesetze halten. Als Redner sind unter anderem Pnos-Chef Dominic Lüthard sowie Sven Skoda aus Deutschland angekündigt. Zudem soll der Sänger der deutschen Rechtsrock-Band «Flak» einen Balladenabend halten.

Bei der Stadtverwaltung von Rapperswil-Jona ist nichts von der geplanten Pnos-Veranstaltung bekannt, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Am vergangenen Samstag waren Behörden und Polizei von einem Rechtsrock-Konzert mit rund 5000 Besuchern im toggenburgischen Unterwasser SG überrumpelt worden. Die Polizei hatte den Ort der Veranstaltung erst kurzfristig erfahren. Die Konzertteilnehmer reisten aus halb Europa an. (sda)

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