Zusammenstösse in Athen: Polizei schändete angeblich den Koran
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Zusammenstösse in AthenPolizei schändete angeblich den Koran

Bei einer Demonstration muslimischer Einwanderer in Athen ist es zu Zusammenstössen mit griechischen Polizisten gekommen. Rund 1500 Menschen zogen durch das Arbeiterviertel Kypseli, um gegen eine angebliche Koranschändung durch einen Polizisten zu protestieren.

Bei der Demonstration kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die den Protestzug mit Tränengas auflöste, wie die Polizei erklärte.

Muslimische Einwanderer, hauptsächlich aus Afghanistan und Pakistan, hatten zur Demonstration aufgerufen, nachdem am Mittwoch bei der Überprüfung der Personalien von vier syrischen Einwanderern ein Koran geschändet worden sein soll.

Einer der Beamten habe das Buch genommen, zerrissen und darauf herumgetrampelt. Die Polizei hat sich zu dem angeblichen Vorfall bislang nicht geäussert.

Nach Angaben des griechischen Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr 146 337 illegale Einwanderer festgenommen; 57 000 von ihnen seien über die Türkei eingereist. Insgesamt schätzen die griechischen Behörden die Zahl der illegalen Einwanderer im Land auf rund 250 000.

(sda)

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