Attentat in Tunis: Polizei schnappt Kopf einer Terrorzelle
Aktualisiert

Attentat in TunisPolizei schnappt Kopf einer Terrorzelle

Der Chef einer 16-köpfigen Extremistengruppe, die verdächtigt wird, hinter dem Attentat in Tunis zu stehen, ist verhaftet worden. 23 Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben.

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Tunesiens Innenminister Najem Gharsalli (l.) gab am 26. März bekannt, dass seit dem Attentat in Tunis 23 Verdächtige festgenommen wurden.

Tunesiens Innenminister Najem Gharsalli (l.) gab am 26. März bekannt, dass seit dem Attentat in Tunis 23 Verdächtige festgenommen wurden.

AFP/Fethi Belaid
Bereits einen Tag nach dem blutigen Terroranschlag auf das Nationalmuseum in Tunis hatte die Polizei neun Verdächtige festgenommen.

Bereits einen Tag nach dem blutigen Terroranschlag auf das Nationalmuseum in Tunis hatte die Polizei neun Verdächtige festgenommen.

AFP/Fethi Belaid
Gemäss der Regierung sollten mindestens vier der Verhafteten in direkter Verbindung mit dem Attentat stehen.

Gemäss der Regierung sollten mindestens vier der Verhafteten in direkter Verbindung mit dem Attentat stehen.

Keystone/Mohamed Messara

Tunesische Sicherheitskräfte haben den Kopf einer Terrorzelle geschnappt, die hinter dem blutigen Attentat auf das Nationalmuseum in Tunis stecken soll. Die Gruppe bestehe aus insgesamt 16 Extremisten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch der Zeitung «Al-Maghreb».

Zwei dieser Extremisten seien aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Tunesien zurückgekehrt, sagte der Sprecher weiter.

Trauer um die Opfer von Tunis

Verdächtiger weiterhin auf der Flucht

Überwachungskameras zeigen Museums-Attentäter in Tunis

Drei Attentäter hatten vor einer Woche das Nationalmuseum Bardo in der tunesischen Hauptstadt angegriffen und 21 Menschen getötet, darunter 20 Touristen. Auch zwei der Angreifer starben. Ein dritter Mann ist laut dem Innenministerium weiter auf der Flucht.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat. Sie hat in Syrien und im Irak grosse Gebiete unter ihre Herrschaft gebracht.

Der IS hat ausserdem Ableger in Tunesiens Nachbarland Libyen, in dem seit Monaten ein Bürgerkrieg tobt. Die beiden getöteten Attentäter sollen in Terrorlagern in Libyen ausgebildet worden sein. (sda)

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