Verfahren abgeschlossen: Polizei schnappt Skimming-Gangster
Aktualisiert

Verfahren abgeschlossenPolizei schnappt Skimming-Gangster

Eine Betrügerbande hat mit manipulierten Bankomaten hunderttausende Franken ergaunert. Die Kantonspolizei Zürich konnte die vier Gauner verhaften.

Vier mutmassliche Betrüger haben bei rund zwei Dutzend Skimming-Attacken auf Bankomaten mehr als 385 000 Franken erbeutet. Die Kantonspolizei Zürich hat die mutmasslichen Täter Ende Januar im Zürcher Hauptbahnhof verhaftet. Nun ist das Ermittlungsverfahren abgeschlossen.

Die vier Bulgaren, die zwischen 30 und 43 Jahre alt sind, stehen im Verdacht, 25-Skimming-Attacken verübt oder versucht zu haben, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte. Beim Skimming werden die Daten der Magnetstreifens von Kontokarten kopiert und die Codeeingabe ausgespäht.

In diesem Fall installierten die Täter dazu oberhalb des Tastaturfelds eine Kameraleiste und bauten im Karteneinzugsschacht ein Kartenlesegerät ein. Das Anbringen dauert laut Mitteilung nur rund eine Minute und kann daher völlig unbemerkt geschehen.

Skimming-Attacken vermeiden

Mit Hilfe der ausgespähten Daten fertigten die Täter anschliessend Kartendoubletten an und räumten damit von der Dominikanischen Republik aus die Konten der Betroffenen ab. Weiterer Schaden in Höhe von rund 75 000 Franken entstand durch die Sperrung der Kontokarten und die Reparaturen an den Bankomaten.

Zugeschlagen haben die Kriminaltouristen von Oktober 2010 bis zu ihrer Verhaftung vor allem im Kanton Zürich aber auch in den Kantonen Genf und Zug.

Um Skimming-Attacken möglichst zu vermeiden, rät die Kantonspolizei Benutzern von Bankomaten, beim Eintippen des Codes, das Tastenfeld mit der freien Hand abzudecken. Gefahr besteht auch bei anderen Einrichtungen wie bei Billetautomaten oder an Tankstellen.

Wie funktioniert Skimming? Ein Präventionsvideo der Stadtpolizei Zürich bringt Aufschluss und zeigt Tricks, wie man sich schützen kann:

(sda)

Tipps gegen Skimming

-Bedienteile des Bancomaten auf Beweglichkeit überprüfen.

-Nach einer eventuell angebrachten Videokamera Ausschau halten.

-Die Tastatur beim Eintippen des PIN-Codes mit der anderen Hand abdecken.

-Den Bancomaten vor dem Geldbezug auf Auffälligkeiten kontrollieren – beispielsweise auf Prospekthalter, die nie an Bancomaten angebracht sind.

-Bei Verdacht auf Manipulation kein Geld beziehen und sofort den Polizeinotruf 117 wählen.

-Grundsätzlich empfiehlt sich immer an denselben Automaten Geld abzuheben, weil man schneller Auffälligkeiten feststellt. (lüs/amc)

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