Aktualisiert

37 Tote pro JahrPolizei schreckt Blaufahrer mit Video auf

Die Kantonspolizeien der Westschweiz und des Tessins setzen auf drastische Bilder, um das Fahren unter Alkoholeinfluss zu verhindern.

von
ehs

Das neuste Präventionsvideo der Kantonspolizeien der Westschweiz und des Tessins, das vor Fahren unter Alkoholeinfluss warnen soll.

Über zwei Millionen Views hatte das drastische Präventionsvideo der Polizei Lausanne, mit dem auf die Gefahren des Handys im Strassenverkehr aufmerksam gemacht wurde. Nun setzen die Polizeikorps der Westschweiz wieder auf ein ähnliches Rezept.

Ihr neustes Präventionsvideo trägt den Titel «Je conduis? Tu conduis?» («Fahre ich oder fährst du?») und zeigt die Geschichte einer jungen Frau, deren Ausgang tragisch endet. Die Frau gibt ihren Autoschlüssel an Kolleginnen ab, wird aber in dem Moment von einem betrunkenen Autofahrer überfahren. Mit dem Clip verbunden ist die Botschaft: «Trinken oder fahren: Sie müssen wählen!»

Ein Drittel kennt 0,5-Promille-Grenze nicht

Das neue Video wurde bewusst im Dezember lanciert, weil zu Weihnachten und Neujahr deutlich mehr Unfälle mit alkoholisierten Lenkern verzeichnet werden. Durchschnittlich betrage der Anteil solcher Unfälle 10 Prozent, sagt Nicolas Kessler von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) zu «24 heures». An Weihnachten steige er auf 22 Prozent, an Neujahr sogar auf 35 Prozent. Meistens sind die alkoholisierten Fahrer Männer zwischen 18 und 44 Jahren.

Für sie sei der Clip in erster Linie gemacht, sagt Jean-Christophe Sauterel von der Kantonspolizei Waadt der Zeitung. Das Ziel sei es, Emotionen zu wecken, damit sich die Lenker besser an die Botschaft erinnern. Neben dem Clip verteilt die Polizei auch Flyer, die auf die 0,5-Promille-Grenze aufmerksam machen. Gemäss Nicolas Kessler von der BfU sind sich nur zwei Drittel der Bevölkerung dieser Grenze bewusst.

Letztes Jahr starben auf Schweizer Strassen laut «24 heures» 37 Menschen wegen Fahren unter Alkoholeinfluss, 456 wurden schwer verletzt und über 15'000 Fahrausweise wurden aus diesem Grund eingezogen.

Das Video «Anastase: le tour de magie», mit dem die Polizei Lausanne auf die Gefahren von Handys aufmerksam machte.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.