Online-Verkauf – Polizei stellt Gefundenes online – aber Gebisse werden entsorgt
Aktualisiert

Online-Verkauf Polizei stellt Gefundenes online – aber Gebisse werden entsorgt

Kinderwagen, Gehhilfen, Gebisse, Schmuck, Kleider oder Taschen. Beim Fundbüro der Luzerner Polizei häuft sich einiges an. Jetzt wird wieder entrümpelt.

von
Tino Limacher
1 / 9
Im Fundbüro der Luzerner Polizei türmen sich ganze Berge an zurückgelassenen Taschen und … 

Im Fundbüro der Luzerner Polizei türmen sich ganze Berge an zurückgelassenen Taschen und …

Fundbüro der Luzerner Polizei
anderen Accessoires wie etwa Regenschirmen. 

anderen Accessoires wie etwa Regenschirmen.

Fundbüro der Luzerner Polizei
Auch elektronische Geräte wie dieser Beamer kommen unter den Auktionshammer. 

Auch elektronische Geräte wie dieser Beamer kommen unter den Auktionshammer.

Fundbüro der Luzerner Polizei

Darum gehts

  • Wegen Corona bietet das Fundbüro der Luzerner Polizei seit 2020 Fundgegenstände auf dem Online-Auktionshaus Ricardo an.

  • Manchmal gehen beim Fundbüro Luzern auch kuriose Gegenstände ein. So etwa Gehhilfen oder Kinderwagen.

  • Alle Fundgegenstände können aber nicht verkauft werden. Etwa aufgefundene Gebisse. Diese werden entsorgt.

  • Der Erlös der Online-Verkäufe fliesst in die Staatskasse des Kantons.

Für gefundene und abgegebene Gegenstände können die Besitzer nicht immer ausfindig gemacht werden. Da stellt sich die Frage, was mit der Ware gemacht wird, wenn sie sich im Fundbüro der Luzerner Polizei auftürmt? «Die Gegenstände werden gemäss den gesetzlichen Vorgaben ein Jahr lang aufbewahrt», so Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Danach fallen sie unter den Auktionshammer, beim Internet-Auktionshaus Ricardo mit Sitz in Zug, das wie 20 Minuten zur TX Group gehört.

Hohe Nachfrage nach Markenartikeln und Elektronik

Das Fundbüro der Luzerner Polizei verkauft unter dem Namen «Fundbuero_Luzern» die verschiedensten Gegenstände auf Ricardo: Beispielsweise elektronische Geräte, Markenartikel oder Alkohol wurden schon versteigert. Daneben werden aber auch alltägliche Produkte wie etwa Kleidungsstücke oder Accessoires angeboten. Ebenfalls landen manchmal skurrile Sachen beim Fundbüro, die aber nicht versteigert werden: «Da gibt es die ganze Bandbreite an Gegenständen, welche man sich vorstellen kann. Von Gebissen, über Gehhilfen bis hin zum Kinderwagen», so Urs Wigger.

Und die Artikel stossen auf reges Interesse: «Die allermeisten Artikel können verkauft werden. Besonders gefragt sind elektronische Geräte, Markenartikel und Schmuck. Der Erlös der Auktionen fliesst danach in die Staatskasse des Kantons Luzern», so Wigger weiter. Gegenstände, die nicht verkauft werden können, werden gespendet. Dies können etwa Kleider, aber auch Plüschtiere oder andere Spielsachen sein. Voraussetzung: Sie dürfen nicht zu stark beschädigt sein.

Wegen Corona aufs Internet umgestiegen

Zur Spende eignen sich aber längst nicht alle Gegenstände, die verloren gegangen und aufgefunden wurden: «Gebisse, welche nicht abgeholt werden, müssen vernichtet werden. Dies gilt auch für Gegenstände, die wertlos oder defekt sind.»

Die Auktionen werden erst seit 2020 wegen der Corona Pandemie online durchgeführt. Wigger: «Vor der Corona-Pandemie fanden Versteigerungen der Gegenstände durch das Betreibungsamt der Stadt Luzern statt.» Das Betreibungsamt habe auch für andere Amtsstellen wie beispielsweise das Teilungsamt Versteigerungen durchgeführt. «Doch während der Pandemie werden die Gegenstände nun durch das Fundbüro der Luzerner Polizei vorübergehend via Ricardo versteigert», sagt Wigger und im Allgemeinen sind die Erfahrungen mit den Verkäufen über das Online-Portal positiv.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

10 Kommentare