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Neues GesetzPolizei stoppt Pädophilen an Passkontrolle

Durch die Passkontrolle am Flughafen von Sydney schaffte er es nicht: Ein verurteilter Sexualstraftäter hat ein neues australisches Gesetz zu spüren bekommen.

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Fast 800 australische Missbrauchstäter, die ihre Strafe verbüsst haben, sind vergangenes Jahr ins Ausland gereist – mit dem seit Mittwoch geltenden Gesetz ist das nicht mehr möglich.

Fast 800 australische Missbrauchstäter, die ihre Strafe verbüsst haben, sind vergangenes Jahr ins Ausland gereist – mit dem seit Mittwoch geltenden Gesetz ist das nicht mehr möglich.

Keystone/AP
«Zu lange sind diese Straftäter unbemerkt ins Ausland gereist, auch in Länder, wo ihnen schwächere Gesetze die Möglichkeit geben, abscheuliche Verbrechen zu begehen», sagte Australiens Aussenministerin Julie Bishop.

«Zu lange sind diese Straftäter unbemerkt ins Ausland gereist, auch in Länder, wo ihnen schwächere Gesetze die Möglichkeit geben, abscheuliche Verbrechen zu begehen», sagte Australiens Aussenministerin Julie Bishop.

AP/lee Jin-man
Immer wieder hatten australische Pädophile mit Vergehen an Minderjährigen in asiatischen Entwicklungsländern Schlagzeilen gemacht – so wie Robert Andrew Fiddes Ellis, der 2016 zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde.

Immer wieder hatten australische Pädophile mit Vergehen an Minderjährigen in asiatischen Entwicklungsländern Schlagzeilen gemacht – so wie Robert Andrew Fiddes Ellis, der 2016 zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde.

AP/Firdia Lisnawati

Australische Grenzschützer haben zum ersten Mal einen wegen Missbrauchs verurteilten Mann nach dem Ende seiner Strafe daran gehindert, das Land zu verlassen. In der Nacht zum Mittwoch war ein neues Gesetz in Kraft getreten, demzufolge wegen schweren Kindesmissbrauchs verurteilte Menschen nicht ohne Genehmigung ausreisen dürfen.

Das Ziel ist es, Kinder in anderen Ländern vor Missbrauch durch rückfällige Täter zu schützen, wie die australische Aussenministerin Julie Bishop mitteilte.

«Zu lange sind diese Straftäter unbemerkt ins Ausland gereist»

Der Mann, dessen Namen und Alter die Behörden nicht nannten, wurde am Mittwoch am Flughafen von Sydney festgenommen. Polizisten griffen zu, als er die Passkontrolle passierte, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete. Wohin der Mann reisen wollte, blieb zunächst unklar.

Bishop teilte mit, das neue Gesetz ziele auf «Sextourismus» von Pädophilen: «Zu lange sind diese Straftäter unbemerkt ins Ausland gereist, auch in Länder, wo ihnen schwächere Gesetze die Möglichkeit geben, abscheuliche Verbrechen zu begehen.»

In Australien lebten insgesamt 20'000 registrierte Missbrauchstäter, die ihre Strafen abgesessen hätten. Fast 800 von ihnen seien im vergangenen Jahr ins Ausland gereist, hiess es in der Mitteilung der Ministerin. «Das hat nun ein Ende.» (sda)

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