Gegen Gewalt: Polizei TG gibt Tipps für friedliche Weihnachten
Aktualisiert

Gegen GewaltPolizei TG gibt Tipps für friedliche Weihnachten

Die Kapo Thurgau rückt zwischen Weihnachten und Neujahr dreimal öfter wegen häuslicher Gewalt aus als sonst. Deshalb gibt sie nun Tipps, damit es an den Festtagen nicht kracht.

von
Simon Stadeli

«Ein warmes Bad, Musik und Bewegung sind einfache Massnahmen, um Eskalationen in der Familie zu vermeiden», so Monica Kunz, Leiterin Fachstelle für häusliche Gewalt der Kantonspolizei Thurgau. Mit dem Titel «Stille Nacht - bis es kracht?» hat sie eine Mitteilung veröffentlicht, um häuslicher Gewalt vorzubeugen. Denn über die Weihnachtstage steigt die Zahl der Fälle massiv an: «Zwischen Weihnachten und Neujahr rücken wir rund sechs Mal pro Tag wegen häuslicher Gewalt aus - drei Mal mehr als sonst.»

Diese Zahlen überraschen die St. Galler Sozialpädagogin Monika Haas-Ackermann nicht: «Unsere Paarberatung ist seit dem ersten Advent voll ausgelastet.» Paare hätten gerade in der Weihnachtszeit hohe Erwartungen, die nicht erfüllt werden können. «Wichtig ist, dass man die Gefühle nicht einfach runterschluckt, sondern offen darüber spricht», rät Haas-Ackermann.

Die Kapo St. Gallen will derweil keine Kampagne gegen häusliche Gewalt lancieren. «Eigentlich weiss ja jeder, was zu tun ist», so Sprecher Hanspeter Krüsi. Weil die Festtage dieses Jahr auf ein Wochenende fallen und die Familien so nur kurze Zeit «aufeinander sitzen», rechnet er mit relativ friedlichen Festtagen

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