Aktualisiert 27.01.2011 20:18

EnglandPolizei verhaftet Wikileaks-Sympathisanten

Mitglieder der Gruppe «Anonymous» hatten Firmen im Internet angegriffen, die den Zahlungsverkehr zu Wikileaks gestoppt hatten. Fünf mutmassliche Computer-Hacker wurden verhaftet.

Sympathisanten von Wikileaks demonstrieren für die Freilassung von Julian Assange.

Sympathisanten von Wikileaks demonstrieren für die Freilassung von Julian Assange.

Die britische Polizei hat am Donnerstag fünf mutmassliche Computer-Hacker festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 15 und 26 Jahren sollen sich für die Internet- Enthüllungsplattform Wikileaks ins Zeug gelegt und mit Computerangriffen Websites von Firmen wie Mastercard, Visa und Paypal lahmgelegt haben.

Die fünf Verdächtigen gehörten der Internet-Gruppe «Anonymous» an. Die Firmen hatten nach den Aufsehen erregenden Veröffentlichungen von vertraulichen Dokumenten aus dem US- Aussenministerium den Zahlungsverkehr mit Wikileaks eingestellt und die Enthüllungsplattform damit in Zahlungsschwierigkeiten gebracht.

Darauf hatten sich weltweit Sympathisanten zur «Aktion Rückzahlung» zusammengefunden, die mit gezielten und koordinierten Zugriffen auf die Internetseiten der Firmen diese zeitweise lahmlegten. Auch die Website des Finanzdienstleisters der Post, PostFinance, wurde zeitweise lahmgelegt.

Die Untersuchung gegen «Anonymous» laufe weiter, teilte die Polizei mit. Sie werde in «Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden in Europa und den USA» vorangetrieben.

(sda)

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