Aktualisiert 03.12.2008 10:07

Simbabwe

Polizei vertreibt Demonstranten mit Schlagstöcken

Sie demonstrierten gegen die grassierende Cholera-Epidemie und bekamen es mit der Macht des Staates zu tun: In Simbabwe ist die Polizei mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen.

Vor dem Hintergrund einer neuen Cholera-Epidemie protestierten mindestens hundert Ärzte und Krankenschwestern in Harare für bessere Arbeitsbedingungen.

Zugleich trieben Sicherheitskräfte einen Protestmarsch von etwa 20 Gewerkschaftern zur Zentralbank auseinander. Die Arbeitnehmervertreter kündigten an, trotz der starken Polizeipräsenz ihre Demonstrationen fortzusetzen.

Wirtschaft und Gesundheitssystem des einst als reich geltenden Simbabwe sind unter der Herrschaft des seit 1980 regierenden Präsidenten Robert Mugabe völlig zusammengebrochen. Mugabe und die Opposition ringen trotz einer Mitte September erzielten Vereinbarung über eine Machtteilung bislang erfolglos um die Bildung einer Einheitsregierung.

An der Cholera-Epidemie starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang knapp 500 Menschen. Fast 12 000 Menschen sind demnach mit der Krankheit infiziert.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.