Luzern: Polizei warnt vor fiesen Trickdieben
Aktualisiert

LuzernPolizei warnt vor fiesen Trickdieben

Jetzt lauern Trickdiebe und Bettler in Luzern ihren Opfern schon an der Wohnungstüre auf. Eine Betroffene erzählt – die Polizei warnt.

von
Markus Fehlmann
Organisierte Bettler (Im Bild eine Bettlerin bei der Geldübergabe mit ihrem Aufpasser). Foto: peter kühni

Organisierte Bettler (Im Bild eine Bettlerin bei der Geldübergabe mit ihrem Aufpasser). Foto: peter kühni

«Ich drückte gerade eine Zigarette am Hauseingang aus, als mich ein junger Mann begrüsste und sagte, er sei der neue Nachbar», erzählt die Luzerner Altstadtbewohnerin M.B.* ­Daraufhin habe er nach Kleingeld gefragt, weil er kurz etwas ­einkaufen wolle, aber nur eine 100er-Note habe. «Hilfsbereit suchte ich also Geld hervor. Als ich es hervorgekramt hatte, ­entriss er mir die Banknoten und verschwand», so B. weiter.

Dieser Vorfall ist längst nicht der einzige. Die Luzerner Polizei warnt derzeit vor ähnlichen Trickdiebstählen in der Stadt und Agglomeration. Die Gauner warten etwa mit einem Blumenstrauss, der angeblich für die Nachbarin sei, vor der ­Haustüre und verlangen einen Stift und Notizmaterial. So verschaffen sie sich Zutritt zur Wohnung, wo die Opfer abgelenkt und Diebstähle begangen werden. Auf diese Weise wurden bereits Geld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken erbeutet. Einer der ­Täter soll zwischen 20 und 40 Jahre alt sowie 160 bis 170 ­Zentimeter gross sein, eine ­ge­pflegte Erscheinung haben und gebrochen Deutsch ­sprechen.

Doch nicht nur Trickdiebe, sondern auch organisierte ­Bettler treiben ihr Unwesen vor Hauseingängen in der Luzerner Altstadt, wie das Onlineportal Luzern direkt berichtet. Die Bettler seien dabei zusammen mit Aufpassern unterwegs, die sie vor der Polizei warnen. ­Dieses Vorgehen könne man immer häufiger beobachten.

*Name der Redaktion bekannt

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