Whatsapp-Kettenbrief: Polizei warnt vor gefährlicher «Goofy-Challenge»
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Whatsapp-KettenbriefPolizei warnt vor gefährlicher «Goofy-Challenge»

Ein Kettenbrief auf Whatsapp jagt Kindern und Jugendlichen Angst ein und zwingt sie, teilweise gefährliche Aufgaben auszuführen. Dies dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sagt ein Kriminologe.

von
Dominique Zeier
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Momentan frisst sich die «Goofy-Challenge» durch das Internet.

Momentan frisst sich die «Goofy-Challenge» durch das Internet.

Dabei werden Kinder plötzlich von einem Kontakt namens «Jonathan Galindo» angeschrieben.

Dabei werden Kinder plötzlich von einem Kontakt namens «Jonathan Galindo» angeschrieben.

Diese Person ist auch auf anderen social-Media Accounts aktiv.

Diese Person ist auch auf anderen social-Media Accounts aktiv.

Bild: Linkedin Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger

Darum gehts

  • Die «Goofy-Challenge» verbreitet sich momentan auf Whatsapp.
  • Sie wurde aber auch schon auf Instagram und Tiktok entdeckt.
  • Dabei werden Kindern schwierige und teilweise gefährliche Aufgaben gestellt.
  • Die Polizei warnt nun vor diesem Kettenbrief und ruft Eltern dazu auf, ihre Kinder aufzuklären.

Auf Whatsapp verbreitet sich momentan ein gefährlicher Kettenbrief, der auch die «Goofy-Challenge» genannt wird. Diese beginnt damit, dass ein unbekannter Kontakt namens «Jonathan Galindo» einen Whatsapp-Nutzer unaufgefordert anschreibt. Galindos Profilbild zeigt nur eine bizarre Goofy-ähnliche Fratze. In der Nachricht wird gefragt, ob der Empfänger bereit dazu sei, ein Spiel zu spielen.

Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger war einer der Ersten, der im deutschsprachigen Raum vor diesem Kontakt gewarnt hat. In einem Beitrag auf Linkedin schreibt er: «Sobald die Kontaktanfrage angenommen wurde, gibt es einen Link zu einer Datei mit Aufgaben.» Diese bestünden aus immer schwieriger werdenden Aufforderungen, wobei die letzten Aufgaben auch lebensgefährlich seien. «Auch wenn zu Beginn viele solcher Kettenbriefe als Hoax angesehen wurden, muss man doch sagen, dass sie gerade bei Kindern leider eine echte Rolle spielen», so Rüdiger. Dies wisse er aus erster Hand. Denn die Tochter eines Freundes sei eines Abends in Tränen aufgelöst gewesen, weil sie aus Angst einen ähnlichen Kettenbrief weitergeleitet habe.

«Goofy»-Nachahmer im Netz

Daher rät der Kriminologe: «Der einzige wirkliche Schutz ist auch hier Aufklärung und Vermittlung von Medienkompetenz bei den Kindern. Sprecht mit ihnen, und redet auch mit anderen Eltern, wenn solche Kettenbriefe im Schulchat oder in ähnlichen Kanälen stattfinden.»

Es ist nicht der erste Kettenbrief, der bei Kindern Angst und Schrecken verbreitet. Erst vor kurzem kursierte die sogenannte «Momo-Challenge» im Internet. Im Gegensatz zu dieser Challenge scheine sich hinter der «Goofy»-Fratze aber eine echte Person zu befinden, schreibt infranken.de. So habe die Person sogar schon Youtube-Interviews gegeben. Natürlich seien mittlerweile aber auch unzählige «Goofy»-Nachahmer im Internet unterwegs.

Falschmeldungen

Der «Goofy»-Account ist aber nicht nur auf Whatsapp aktiv. Er wurde bereits auf Instagram und Tiktok gesichtet. Bei Tiktok heisst es, dass man die Inhalte rund um die Person «Jonathan Galindo» genauestens beobachte und im Ernstfall damit verbundene Seiten lösche.

Vor der «Goofy»-Challenge warnt allerdings nicht nur der Kriminologe Rüdiger, sondern auch das Bayrische Landeskriminalamt und die Polizei Unterfranken. So informierte die Polizei auf ihrem Twitter-Account, dass frühere Meldungen, in welchen es hiess, dass bereits fünf Kinder aufgrund der «Goofy-Challenge» gestorben seien, falsch seien. Dennoch sei mit solchen Kettenbriefen nicht zu spassen.

Wie das Bayrische Landeskriminalamt auf Facebook schreibt, sei es nun vor allem wichtig, keine Panik zu verbreiten. «Denn Panikmache in sozialen Netzwerken oder auch im realen Leben bewirkt erst, dass solche Challenges zum Hype und somit verbreitet werden.» Wichtig sei es vor allem, dass Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder beobachten und bei Veränderungen hellhörig werden. «Je nach Alter des Kindes können Themen auch offen angesprochen werden. Denn wenn sie in den Medien oder auf den gängigen sozialen Netzwerken präsent sind, haben die Kinder schon oft vor den Eltern Kenntnis davon.»

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Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)


Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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