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EcstasyPolizei warnt vor giftigen Halloween-Süssigkeiten

Eine US-Polizeistation warnt vor Ecstasy – getarnt als Halloween-Süssigkeiten.

von
nsa

Die Polizei in der US-Stadt Jackson, Mississipi warnt vor giftigem Halloween-Schleckzeug. «Passt auf, wenn eure Kinder solche Zältli geschenkt bekommen – es sind keine Süssigkeiten!», schreibt die Polizei auf Facebook. «Es sind Ecstasy-Pillen in einer speziellen, neuen Form, die Kinder durch Überdosen töten können.»

Die Polizei übertreibt damit allerdings ein wenig. Wie das Factchecking-Portal Snopes.com schreibt, handelt es sich bei den Pillen keineswegs um eine «neue Form» von Ecstasy, sondern um gewöhnliche Ecstasy-Pillen. Solche werden meist in farbiger Form und häufig mit Symbolen bedruckt verkauft.

Falsche Warnungen in den US-Medien

Die Angst vor Fremden, die Kindern vergiftete Halloween-Süssigkeiten schenken, hat in den USA Tradition. 1974 starb der achtjährige Timothy O'Bryan an Halloween, nachdem er solche gegessen hatte. Später stellte sich allerdings heraus, dass sein Vater, Ronald Clark O'Bryan, das Zuckerzeug vergiftet hatte, um eine Lebensversicherung zu kassieren. Laut Smithsonianmag.com bleibt O'Bryan bis heute der einzig dokumentierte Fall einer Halloween-Vergiftung.

Eine weitere Warnung, die die Medien in den USA regelmässig vor Halloween ausstrahlen, ist die Warnung vor Äpfeln, die mit Rasierklingen präpariert sind. «Stellt euch vor: Es gab nie einen präparierten Apfel», sagt Dokumentarfilmer Michael Moore im oscarprämierten Film «Bowling for Columbine». Die Geschichte, werde lediglich von den Medien verbreitet, weil Angst sich in den USA gut verkaufe, meint er.

Halloween fällt jeweils auf den 31. Oktober, den Abend vor dem katholischen Feiertag Allerheiligen. Der Brauch stammt ursprünglich aus dem katholischen Irland. Er wurde von Immigranten in die USA importiert und verbreitete sich von da an über die Welt.

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