Aktualisiert 08.02.2010 22:39

St. GallenPolizei warnt vor Pyros – Fans wollen nicht verzichten

Die Stadtpolizei bot gestern Anschauungsunterricht zum Thema Pyros und machte vor allem auf die Gefahren von Fackeln und Böllern aufmerksam. Im Espenblock wird derweil weiter gezündelt.

von
Julia Fischer/Sascha Schmid

«Neben der Gewaltanwendung sind pyrotechnische Gegenstände ein Kernproblem an Sportanlässen», so Pius Valier, Kommandant der St. Galler Stadtpolizei. Die Stapo hat deshalb gestern für Polizisten und Sicherheitspersonal eine Sonderausbildung zum Thema Pyros durchgeführt. So demons­trierte Patrick Blanc vom Wissenschaftlichen Forschungsdienst der Stapo Zürich die ­Gefährlichkeit von Feuerwerkskörpern. Bei einer Vorführung zeigte er am Beispiel von Pouletschenkeln, welchen Schaden Leuchtpetarden und Böller anrichten können. Die 2000 Grad heissen Fackeln verursachen schwerste Verbrennungen, während Knallkörper bei der Detonation ein menschliches Gehör zerfetzen können.

Laut Fankreisen wurde in St. Gallen jedoch noch nie jemand schwerwiegend verletzt. Im St. Galler Sektor wird denn auch weiter gezündelt, zuletzt am vergangenen Samstag. Auf einem Flyer hiess es zudem «Für uns gehört Pyro dazu». Nur Werfen von Pyros aufs Feld oder in andere Sektoren werde nicht geduldet. «Bei Pyros werden wir nie gleicher Meinung sein. Es ist verboten, darum können wir es nicht zulassen», so Sicherheitsdirektor Nino Cozzio.

Costanzo ist nun ein Blogger

Moreno Costanzo, Spielmacher des FC St. Gallen, hat seit gestern einen eigenen Blog. In der ersten Ausgabe schreibt er etwa, dass Trainer Uli Forte dem Team ein freies Wochenende in Aussicht gestellt hat, wenn es am Freitag gegen Dornbirn gut spielt. Der Blog erscheint auf www.sportal.ch, geplant ist ein wöchentlicher Eintrag. «Brisante Internas wird es aber keine geben», so der 21-Jährige, für den übrigens ein Ghostwriter in die Tasten greift.

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