Polizei will bis zu 40% mehr Bussen eintreiben
Aktualisiert

Polizei will bis zu 40% mehr Bussen eintreiben

Kampf gegen Verkehrssünder: Die Polizei will dieses Jahr mit mehr Kontrollen bis zu 40% mehr Bussengelder einnehmen. Autoverbände sprechen von «Abzockerei».

Der Kanton Basel-Stadt hat für dieses Jahr Busseneinnahmen von 15 Millionen Franken budgetiert – 40% mehr als 2003, berichtete die «SonntagsZeitung». In Basel-Land beträgt der Budget-Anstieg 28%, im Kanton Bern 25%, in Luzern 24% und im Kanton Zürich 5%. Bereits letztes Jahr konnten die Kantonspolizeien gegenüber dem Vorjahr die Busseneinnahmen um durchschnittlich 7,5% steigern. Insgesamt blätterten Verkehrssünder der Polizei knapp eine halbe Milliarde Franken hin.

«Das grenzt an Abzockerei – es geht nicht mehr um Verkehrssicherheit, sondern um Geldeintreiben», wettert Reto Cavegn vom TCS Zürich. «Unser Ziel ist Prävention und Verbesserung der Sicherheit», kontert Hans Baltensperger, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei. Die Disziplin habe sich verschlechtert. Dabei macht die Raserei der Polizei am meisten Sorgen.

Die Kontrollen sollen dieses Jahr vor allem ausserorts verschärft werden. Zudem beschaffen mehrere Polizeikorps modernste Radargeräte. Allein in Basel-Stadt soll die Anzahl «Blechpolizisten» von 4 auf 10 erhöht werden. Jedes neue Gerät soll Einnahmen von 1,5 Millionen Franken bringen.

Deine Meinung