Stade de Suisse: Polizei will wegen Gästefans Zaun erhöhen
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Stade de SuissePolizei will wegen Gästefans Zaun erhöhen

Die Kapo Bern will beim Stade Suisse den Zaun für Gästefans bei der Schule auf mehr als drei Meter erhöhen. So sollen sie ihn nicht mehr überspringen und die Fantrennung umgehen können.

von
pal
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Dieser mobile «Raubtierkäfig» beim Stade de Suisse schleust Gästefans ins Stadion.

Dieser mobile «Raubtierkäfig» beim Stade de Suisse schleust Gästefans ins Stadion.

Keystone/Alessandro Della Bella
Der fixe Maschendrahtzaun bei der Kreuzung Morgarten-/Sempachstrasse soll nun 3,3 Meter hoch werden.

Der fixe Maschendrahtzaun bei der Kreuzung Morgarten-/Sempachstrasse soll nun 3,3 Meter hoch werden.

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Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause nannte den Zaun im Jahr 2011 «Raubtierkäfig». Das sorgte bei Auswärtsfans für Ärger.

Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause nannte den Zaun im Jahr 2011 «Raubtierkäfig». Das sorgte bei Auswärtsfans für Ärger.

Keystone/Lukas Lehmann

Eingefleischte Fussballfans kennen ihn: den «Raubtierkäfig». So nannte der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause im Februar 2011 den mobilen Zaun zwischen dem Bahnhof Wankdorf und dem Eingang zum Gästesektor beim Stade de Suisse, als er erstmals aufgestellt wurde. Bei den Auswärtsfans sorgte der Ausdruck für Ärger.

Auf gleicher Höhe

Der Zaun ist seither Standard: Um Ausschreitungen zu vermeiden, wird mit ihm vor und nach dem Match ein Gang gebildet, durch den die Gästefans hindurchgeschleust werden.

Jetzt soll der fixe Zaun, der den mobilen «Raubtierkäfig» ergänzt, erhöht und damit den anderen Zäunen im Perimeter angepasst werden werden. Konkret soll er von 1,05 auf 3,30 Meter erhöht werden.

Sicherheitsmassnahme

Hierfür reichte Kantonspolizei Bern beim städtischen Bauinspektorat ein Gesuch ein, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Grund dafür sei der Sicherheitsaspekt: «So soll verhindert werden, dass Fangruppen den Zaun übersteigen, auf das Schulhausgelände gelangen und damit die Fantrennung umgehen können», so die Kapo gegenüber der Zeitung. Das Bauprojekt soll laut Polizei circa 7500 Franken kosten. Da es sich um eine Sicherheitsmassnahme handle, übernähmen Kapo und Stadionbetreiber je die Hälfte der Summe.

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