Aktualisiert 17.12.2004 13:13

Polizeibeamte verteidigen Zürcher Kollegen

Der Verband Schweizerischer Polizeibeamter (VSPB) hat sich hinter den massiven Polizeieinsatz gegen Basler Fussballfans vor dem Spiel GC - FC Basel vom 5. Dezember in Zürich gestellt.

Mit aller Schärfe protestierte der Verband in einer Mitteilung vom Freitag dagegen, dass gegen beteiligte Polizisten Anzeige erhoben werden soll. Der Polizeibeamtenverband werde involvierte Kolleginnen und Kollegen unter Aufbietung aller rechtlichen Möglichkeiten unterstützen. Der Polizeieinsatz vom 5. Dezember in Zürich-Altstetten habe unter anderem auch im Hinblick auf die Europameisterschaft ein Zeichen gesetzt, wonach die Polizei Ausschreitungen nicht mehr dulde. Dass bei der Kontrolle auch Unbeteiligte involviert gewesen seien, sei bedauerlich. Im Schutz von Personen und Gütern bestehe jedoch für die Polizei in der Ausführung ihres Auftrags ein übergeordnetes Interesse. Die Polizei hatte im Vorfeld des Meisterschaftsspiels in Zürich von den 650 Passagieren, die in einem Extrazug von Basel angereist waren, 427 vorübergehend festgenommen. Die letzten der Festgenommenen kamen erst in der Nacht auf den nächsten Tag wieder auf freien Fuss. Unter den Festgenommenen befanden sich 32 Jugendliche unter 15 Jahren und elf Frauen zwischen 15 und 27 Jahren. Die drei Jüngsten waren weniger als 14 Jahre alt. (dapd)

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