Libyen: Polizeichef auf Weg zum Gebet erschossen

Aktualisiert

LibyenPolizeichef auf Weg zum Gebet erschossen

In Libyen wurde der Chef der Militärpolizei erschossen. Er befand sich gerade auf dem Weg zu den Freitagsgebeten. Er war einer der ersten Offiziere, die sich von Gaddafi abwandten.

Der libysche Polizeichef wollte zum Freitagsgebet. (Archiv)

Der libysche Polizeichef wollte zum Freitagsgebet. (Archiv)

Unbekannte haben den Chef der Militärpolizei in der libyschen Stadt Bengasi erschossen.

Wie es aus Sicherheitskreisen hiess, eröffneten Maskierte aus einem Auto heraus das Feuer auf Oberst Ahmed Mustafa al-Barghathi, als dieser sich auf dem Weg von seinem Haus zu den Freitagsgebeten in einer Moschee befand. Al-Barghathi sei bei dem Attentat tödlich an Brust und Kopf verletzt worden.

Ehemaliger Untergebener von Gaddafi

Der Offizier hatte zu Zeiten des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi in der Armee gedient. Er war einer der ersten Offiziere, die von Gaddafi abfielen und während des Aufstandes 2011 gegen ihn kämpften.

In Libyen herrscht seit Gaddafis Sturz politische Unruhe. Erst vor kurzem war Ministerpräsident Ali Seidan für einige Stunden entführt worden. Zudem gab es zuletzt mehrere Angriffe auf ausländische Vertretungen in Bengasi, der zweitgrössten Stadt Libyens.

(sda)

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