Ärger um Konkordat: Polizeichef droht Basel wegen Hooligankonkordat
Aktualisiert

Ärger um KonkordatPolizeichef droht Basel wegen Hooligankonkordat

Um die Basler zur Annahme des Konkordats zu bewegen, droht der oberste Polizeichef Hans-Jörg Käser mit Konsequenzen. Fussballspiele des FCB stehen auf der Kippe.

von
hl

Das Gerangel um das Hooligankonkordat geht in die nächste Runde: Der Präsident der Justiz- und Polizeidirektoren, Hans-Jörg Käser, drohte nun in der «SonntagsZeitung»: «Sollte Basel dem Konkordat nicht beitreten, müssten wir im Polizeikonkordat darüber reden, ob Basel weiterhin Polizisten aus anderen Kantonen zur Sicherung seiner Fussballspiele abrufen kann.»

Risikospiele werden verboten

Für Basel, wo oft Polizisten aus anderen Kantonen ums Joggeli eingesetzt werden, hätte dies verheerende Konsequenzen. Käser denkt auch schon noch weiter: Die Erweiterung des Hooligankonkordats ergäbe die Möglichkeit, Risikospiele zu verbieten. So können Polizeieinsätze und Ausschreitungen im Vorneherein verhindert werden.

«Das bringt doch niemandem etwas!»

Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr, der bislang von zusätzlichen Vorkehrungen für FCB-Spiele nichts wissen wollte, äusserte sich gestern nicht zu Käsers Drohung. Sein FDP-Kollege, Nationalrat Daniel Stolz, hält Käsers Ansage für eine leere Drohung. «Solche Umgangsformen bringen doch wirklich niemandem etwas», sagt er gegenüber 20 Minuten: «Wir hören ja auch nicht einfach auf, Finanzausgleiche an Bern zu zahlen.» Der FCB-Fanbeauftragte Thomas Gander fürchtet sich nicht vor der Drohung: «Es wird sich zeigen ob diese Art von Erpressung nicht sogar rechtswidrig ist.» (hl/20 Minuten)

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