Reitschule: Polizeidirektor des Kantons will Aussprache
Aktualisiert

ReitschulePolizeidirektor des Kantons will Aussprache

Die Stadt zahlt und die Reitschule geht im Gegenzug keinerlei Verpflichtungen ein: So stellen es sich die Betreiber vor. Doch jetzt interveniert der kantonale Polizeidirektor.

von
Patrick Marbach
Der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) will klarstellen, dass die Reitschule kein rechtsfreier Raum ist. Foto: mar

Der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) will klarstellen, dass die Reitschule kein rechtsfreier Raum ist. Foto: mar

«Wir lassen uns nicht unter Druck setzen», begründeten die Reitschulbetreiber gestern ihr «Njet» zum verkürzten Leistungsvertrag. Mit einer Laufzeit von bloss noch einem Jahr biete er keine Planungssicherheit. Der Kulturbetrieb würde durch ständige Neuverhandlungen lahmgelegt. Die Reitschüler erachten die mühsam ausgearbeiteten Regeln zur Sicherheit und Zusammenarbeit mit den Behörden nicht mehr als verpflichtend. Sie wollen sich nur noch «weitgehend an die bisherige Praxis halten». Ein schriftliches Sicherheitskonzept oder gar eine «uniformierte Prügel-Security» brauche es nicht. Berns links-grüne Polit-Mehrheit zeigt Verständnis für die Haltung der Reitschüler: Die Stadt bezahlt ihnen die Miete vorerst weiter.

«Weite Teile der Bevölkerung haben aber den Eindruck, die Reitschule sei ein rechtsfreier Raum», sagt der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP). Es bestünden untragbare Sicherheitsrisiken und die Polizei werde zum Teil gewalttätig behindert. «Ich habe Stadtpräsident Tschäppät deshalb um ein Treffen ersucht und er hat zugesagt, mit einer Delegation zu kommen.» SVP-Fraktionspräsident Roland Jakob begrüsst diesen Schritt: «Höchste Zeit, dass der Kanton einschreitet. Geltendes Recht hört nicht an der Gemeindegrenze auf.»

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