Botellón in Bern: Polizeidirektor Nause will Berner Botellón verhindern
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Botellón in BernPolizeidirektor Nause will Berner Botellón verhindern

Am 24. Juli soll in Bern der erste Botellón dieses Jahres steigen. Mit einem Aufruf auf Facebook wirbt «Pedro T Bear» für das Massensaufen im Freien.

von
Alessandro Meocci

«Lasst die Party starten und zeigen wir der Schweiz, wer die beste Party-Stadt ist!», so wirbt «Pedro T Bear» für den zweiten Berner Botellón. Nun will der Stadtberner Polizeidirektor Reto Nause mit dem verschleiert agierenden, vermeintlichen Organisator Kontakt aufnehmen. Er wolle «Pedro T Bear» auf die Konsequenzen seines Eintrags auf der Internet-Plattform aufmerksam machen, sagte er gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Der Facebook-User deklariert zwar, er sei nicht der Veranstalter und übernehme keine Haftung für den Botellón. Aber diese Erklärung lässt der Polizeidirektor nicht gelten: «Rechtlich handhaben wir das in Bern so, dass derjenige, der einen solchen Aufruf startet, auch als Organisator gilt.» Jetzt hofft Nause auf die Wirkung der Medien und dass der Aufruf von selbst wieder verschwindet. Bis jetzt haben schon über 220 Personen ihre Teilnahme an der Alkohol-Sause bestätigt. Der Ort ist noch geheim.

Am ersten Berner Botellón im August 2008 feierten rund 1200 Leute auf der Gros­sen Schanze. Der Anlass verlief zwar friedlich, zurück blieben aber rund 2,5 Tonnen Abfall.

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