Aktualisiert 11.01.2012 21:10

SchaffhausenPolizeierfolg im Kampf gegen Hanfanlagen

29 grössere Hanfanlagen hat die Kapo Zürich im letzten Jahr ausgehoben. 2010 waren es nur halb so viele.

von
Maja Sommerhalder

Hanfzüchter hatten es letztes Jahr im Kanton Zürich schwer: Auffällig viele von ihnen wurden erwischt. 29 grosse Hanfanlagen mit mindestens 100 Planzen hob die Kantonspolizei aus, 2010 waren es bloss 15 gewesen. In Winterthur überführte die Polizei 2011 drei Gross-Hanfproduzenten, 2010 war es einer gewesen. «Unsere Ermittlungen waren eben effizient», sagt ­Kapo-Sprecher Stefan Oberlin dazu. Allerdings schwanke diese Zahl von Jahr zu Jahr.

«Zudem gibt es heute mehr, aber kleinere Anlagen mit verbesserter Technik.» Dies erschwere der Polizei die Arbeit: «Früher gab es riesige Treibhäuser mit bis zu 30 000 Pflanzen. Diese konnte man besser riechen und finden.» Trotzdem suche man heute nicht intensiver nach Hanfanlagen, so Oberlin: «Wir sind immer präsent. Auch Hinweise aus der Bevölkerung helfen uns.»

2011 hatten die Hanfbauern manchmal auch einfach nur «Pech». So rückten im November die Polizisten in Rüti wegen häuslicher Gewalt aus und stiessen dann auf eine professionelle Indoor-Hanfanlage. In Winterthur gab es im Februar einen Brandalarm. Die Ursache war eine defekte Lampe am Lichtsystem einer Hanfanlage mit 200 Pflanzen. Als die Polizei im Dezember wegen einer defekten Scheibe in Rorbas ausrückte, entdeckten sie eine Hanfanlage mit 900 Pflanzen. Auch im neuen Jahr halten die Ermittlungserfolge an: Gestern entdeckte die Polizei in Schaffhausen 8000 Pflanzen in einem Keller.

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