Polizeigewalt: New York droht Sammelklage

Aktualisiert

Polizeigewalt: New York droht Sammelklage

Der amerikanische Bürgerrechtler Al Sharpton hat der Polizei in New York rassistisches Verhalten beim Umgang mit Verdächtigen vorgeworfen.

Während eines Gottesdienstes in einer Baptistenkirche im Stadtteil Harlem verwies Sharpton am Sonntag auf einen Bericht der «New York Times», wonach von den in der Stadt Aufgegriffenen rund 55 Prozent Schwarze und gut 30 Prozent lateinamerikanischer Abstammung seien.

Dies stimme nicht mit dem Anteil dieser Gruppen an der Gesamtbevölkerung überein, kritisierte Sharpton. Seine Bürgerrechtsbewegung wolle deshalb die Namen von Personen sammeln, die sich diskriminiert fühlten, und möglicherweise mit einer Sammelklage einen Prozess gegen die New Yorker Behörden anstrengen.

Der «New York Times» zufolge wurden im vergangenen Jahr mehr als 500.000 Menschen von der städtischen Polizei angehalten oder in Gewahrsam genommen - gut fünf Mal so viele wie noch 2002. (dapd)

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