Basel: Polizeihund-Welpe Ico erobert Social Media
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BaselPolizeihund-Welpe Ico erobert Social Media

Der im November geborene Welpe Ico lässt auf Social Media die Herzen schmelzen. Doch so herzig er auch ist, das Fellknäuel wird auf eine Karriere als Polizeihund vorbereitet.

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Der zweimonatige Ico ist noch zu klein für seine Uniform. Wenn er seine Ausbildung erfolgreich abschliesst, wird er der neuste Schutzhund der Basler Polizei.

Der zweimonatige Ico ist noch zu klein für seine Uniform. Wenn er seine Ausbildung erfolgreich abschliesst, wird er der neuste Schutzhund der Basler Polizei.

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Dem Vierbeiner muss sich aber zuerst im Junghundetraining beweisen.

Dem Vierbeiner muss sich aber zuerst im Junghundetraining beweisen.

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«Jöö, der ist ja herzallerliebst», schreibt eine Userin auf Facebook. «Oh mein Gott, ist der knuffig», reagiert ein anderer. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat auf ihrer Social-Media-Präsenz vor wenigen Tagen ihren bis dato erfolgreichsten Post publiziert. Es sind Bilder des Polizeihundewelpen Ico. Seither fliegen ihm die Herzen der Facebook-Gemeinde zu. Bis am Montag gab es für die Bilder des knuffigen Vierbeiners bereits Hunderte Likes.

40 Kilo «Fellrakete»

Der am 18. November 2018 geborene Deutsche Schäferhund passt zwar noch nicht ganz in sein Dienst-Geschirr, wird aber in den nächsten Jahren zum Schutzhund ausgebildet. Am 17. Januar hatte er seinen ersten Tag bei der Diensthundegruppe des Kantonspolizei. Aus dem niedlichen Welpen wird bald eine bis zu 40 Kilo schwere Fellrakete («fur missile»), wie Einsatzhunde im englischen Sprachraum mit einem Augenzwinkern bezeichnet werden.

Ausbildung dauert bis drei Jahre

So weit ist Ico aber noch nicht. «Noch ist er ein Welpe. In einigen Monaten, das heisst seinem Alter und seiner Entwicklung entsprechend, wird er ins Junghundetraining aufgenommen», sagt Polizeisprecher Toprak Yerguz.

Wenn seine Erstausbildung zum Schutzhund in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sei, werde er zudem, je nach Bedarf und Eignung, zusätzlich als Sprengstoff- oder Rauschgiftspürhund trainiert.

Nicht jeder taugt zum Schutzhund

«Trotz Eignungsprüfungen und Gesundheitschecks gibt es jedoch keine Garantie, dass die Ausbildung erfolgreich abschlossen werden kann», so Yerguz. Der kleine Ico wird sich also noch beweisen müssen, bevor er zum Einsatz kommt. Auf Facebook drücken ihm die Follower der Kantonspolizei Basel-Stadt schon eifrig die Daumen.

Die Voraussetzungen sind aber schon einmal gut. Laut Yerguz verfügt die «Diensthundegruppe über grosse Erfahrung in der Haltung und Ausbildung von Polizeihunden». Die Polizei habe zwar die Möglichkeit, bereits ausgebildete Hunde zu kaufen. Jedoch habe sie davon bisher nicht Gebrauch gemacht und sie immer selber trainiert.

Schäferhunde sind bei der Polizei beliebt

Deutsche Schäfer kommen oft als Einsatzhunde der Polizei zum Einsatz. Laut dem Verein für Deutsche Schäferhunde sind sie wegen ihrer Aufgaben besonders geeignet: «Seine Ausdauer, seine Intelligenz, sein enormer Arbeitswille und seine hochempfindlichen Sinne machen den Deutschen Schäferhund zum beliebtesten aller Polizeihunde. Darüber hinaus ist der Schäferhund von Grund auf wachsam, selbstbewusst und verfügt über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.»

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