Frauenfeld: Polizeiliche Parksünder gehen ohne Busse aus
Aktualisiert

FrauenfeldPolizeiliche Parksünder gehen ohne Busse aus

Ein Leser-Reporter hat in Frauenfeld ein Polizeiauto im Parkverbot entdeckt. Für Beamte gelten laut Polizei eigentlich die gleichen Regeln wie für Normalbürger. Eigentlich.

von
Deborah Onnis
Ein 20 Minuten-Leser-Reporter hielt das falsch parkierte Polizeiauto auf Bild fest.

Ein 20 Minuten-Leser-Reporter hielt das falsch parkierte Polizeiauto auf Bild fest.

Leser-Reporter Patric F. konnte am Sonntagnachmittag nur den Kopf schütteln, als er in Frauenfeld durch Zufall auf ein Polizeiauto stiess, das offensichtlich falsch parkiert war: Vor dem BMW steht ein auffälliges Parkverbotsschild.

«Das ist eine echte Frechheit. Die Polizei kann sich alles erlauben, ohne bestraft zu werden», sagt Leser-Reporter Patric F. (Name der Redaktion bekannt). «Allen anderen schauen sie aber immer ganz genau auf die Finger.»

Die Polizei nahm nach dem Einsehen des Beweisfotos des Leser-Reporters Stellung: Die Polizisten hätten «im Rahmen einer offiziellen dienstlichen Verrichtung» auf dem Privatparkplatz parkiert. Da es sich es um ein richterliches Parkverbot handle, könne nur der Grundeigentümer verlangen, eine Busse auszustellen. Dieser habe sich aber bis jetzt nicht gemeldet. Aus diesem Grund erhalten die Polizisten auch keine Busse.

Grundsätzlich, betont die Sprecherin der Kantonspolizei Thurgau aber, würden Polizistinnen und Polizisten wie jeder andere Verkehrsteilnehmer behandelt, wenn es um Verstösse gehe, zum Beispiel auch bei der Tempoüberschreitung. Eine Ausnahme bilde die Dringlichkeitsfahrt mit Blaulicht und Sirene.

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