Filmreif: Polizeiroboter klaut Gauner heimlich die Knarre
Aktualisiert

FilmreifPolizeiroboter klaut Gauner heimlich die Knarre

Ein Bomben-Roboter ist der Held einer Verfolgungsjagd in den USA: Unbemerkt kam er nah genug an den Verdächtigen heran und konnte ihn entwaffnen.

von
lia
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So, oder zumindest so ähnlich, sehen Helden aus. Der Bomben-Roboter der Polizei in Los Angeles hat es einem SWAT-Team erspart, Kollegen in Gefahr zu bringen. (Im Bild: Ein Andros-F6-Roboter in silber. Jener der Polizei ist in Tarnfarben gehalten.)

So, oder zumindest so ähnlich, sehen Helden aus. Der Bomben-Roboter der Polizei in Los Angeles hat es einem SWAT-Team erspart, Kollegen in Gefahr zu bringen. (Im Bild: Ein Andros-F6-Roboter in silber. Jener der Polizei ist in Tarnfarben gehalten.)

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Aus der Ferne steuerten die Polizisten den mit Kamera und Greifarm ausgestatteten Roboter zu einem bewaffneten Verdächtigen, der sich in einem Gebüsch versteckte.

Aus der Ferne steuerten die Polizisten den mit Kamera und Greifarm ausgestatteten Roboter zu einem bewaffneten Verdächtigen, der sich in einem Gebüsch versteckte.

Wikipedia / Public Domain
Ohne dass er etwas bemerkte, konnte die Waffe des 51-Jährigen mithilfe des Roboters ergriffen und wegfahren werden. Der Verbrecher stellte sich, als er realisierte, was passiert war.

Ohne dass er etwas bemerkte, konnte die Waffe des 51-Jährigen mithilfe des Roboters ergriffen und wegfahren werden. Der Verbrecher stellte sich, als er realisierte, was passiert war.

Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Auf der Flucht vor der Polizei versteckte sich ein 51-Jähriger in Kalifornien in einem schwer zugänglichem Gebüsch. Umzäunt von Maschendrahtzaun soll er sich laut «LA Times» über sechs Stunden verbarrikadiert und nicht auf die Forderungen der Beamten, sich zu stellen, reagiert haben.

Weil die Beamten davon ausgingen, dass der Mann bewaffnet ist, schickten sie einen Bomben-Roboter vor. Der Andros-F6-Roboter ist mit einer Kamera und einem Greifarm ausgestattet. Auf den Aufnahmen des Roboters sahen die Polizisten, dass der Verdächtige bäuchlings auf dem Boden lag. Und dies tatsächlich bewaffnet. Allerdings lag das Gewehr zu seinen Füssen.

Wie im Film, nur besser

Anstatt nun die Kollegen durch einen Zugriffsversuch in Gefahr zu bringen, gab der Sheriff den Befehl, den Verdächtigen mithilfe eines Lautsprechersystems und eines Helikopters abzulenken. Gesagt, getan: Während die Polizisten den Mann über die Lautsprecher mit viel Getöse aufforderten, er solle gefälligst rauskommen, steuerte der in Tarnfarben gehaltene Roboter erneut auf den Verdächtigen zu.

Mit dem Greifarm stibitzte der Blechpolizist das Gewehr, ohne dass der 51-Jährige etwas davon mitbekam und brachte es zu den Beamten. Erst als der Roboter ein zweites Mal anrollte, begriff der Flüchtige, was vor sich ging. «Er hat erst geschnallt, dass seine Waffe weg ist, als der Roboter versucht hat, den Zaun wegzudrücken», so der Sheriff.

Daraufhin stellte sich der Mann. Er wird des versuchten Mordes verdächtigt und soll zwei Personen überfallen haben. Der eingesetzte Roboter kostete laut Angaben des Sheriff 300'000 Dollar. Doch: «Wenn er Leben rettet, ist er den Preis mehr als wert.»

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