London - Polizist gesteht vor Gericht Entführung und Tötung von Sarah Everard
Publiziert

LondonPolizist gesteht vor Gericht Entführung und Tötung von Sarah Everard

Der Mord an der jungen Frau erschütterte das Land. Der mutmassliche Täter hat vor Gericht seine Tat gestanden. Der Prozess wird Anfang Juli weitergeführt.

1 / 3
Sarah Everard wurde in einem Waldstück in der Grafschaft Kent im Südosten Englands tot aufgefunden.

Sarah Everard wurde in einem Waldstück in der Grafschaft Kent im Südosten Englands tot aufgefunden.

AFP
Ein Elitepolizist der Polizei Londons steht unter Verdacht, die 33-Jährige getötet zu haben. Er hat an der Gerichtsverhandlung die Tat gestanden. 

Ein Elitepolizist der Polizei Londons steht unter Verdacht, die 33-Jährige getötet zu haben. Er hat an der Gerichtsverhandlung die Tat gestanden.

Yui Mok/PA Wire/dpa
Der Verdächtige ist Mitglied einer Einheit der Metropolitan Police, die Regierungsgebäude und diplomatische Residenzen überwacht. Darunter auch die Downing Street und Westminster.

Der Verdächtige ist Mitglied einer Einheit der Metropolitan Police, die Regierungsgebäude und diplomatische Residenzen überwacht. Darunter auch die Downing Street und Westminster.

AFP

Darum gehts

  • Seit Monaten stand in Grossbritannien ein Polizist unter Verdacht, eine junge Frau entführt und getötet zu haben.

  • Nun hat der 48-Jährige die Tat gestanden.

  • Unklar ist noch, ob es sich um Mord oder Totschlag handelt.

Der Verdächtige im Fall der im März entführten und getöteten Londonerin Sarah Everard hat sich schuldig bekannt. Der 48 Jahre alte Polizist übernehme die Verantwortung für Everards Tod, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal.

Er habe auch gestanden, die 33-Jährige entführt und vergewaltigt zu haben, hiess es weiter. Ob es sich um Mord oder Totschlag handelt, wird sich aber wohl erst in einem Prozess herausstellen. Die nächste Anhörung ist für den 9. Juli angesetzt.

Der Fall hatte landesweit zu einem Aufschrei wegen Gewalt gegen Frauen geführt. Bei einer Mahnwache in London Tage nach dem Fund der Leiche Everards nahm sogar Herzogin Kate (39) teil. Später löste die Polizei die Versammlung unter Berufung auf die Abstandsregeln in der Corona-Pandemie gewaltsam auf – und zog damit heftige Kritik auf sich. Eine Untersuchung der zuständigen Aufsichtsbehörde bescheinigte den Beamten jedoch, richtig gehandelt zu haben.

Mord oder Totschlag

Mord ist wie der Totschlag eine vorsätzliche Tötung nach Art. 112 StGB. Er verlangt eine besondere Skrupellosigkeit. Ein Mord wird im Gegensatz zum Totschlag mit einer mindestens zehnjährigen Freiheitsstrafe geahndet und kann sogar eine lebenslängliche Freiheitsstrafe zur Folge haben.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(DPA/pco)

Deine Meinung