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St. GallenPolizist stürzt bei Verfolgungsjagd

Laut einem Leser-Reporter ist ein Polizist der Stadtpolizei dieser Tage bei der Verfolgung eines Verdächtigen gestürzt. Zudem sei er ziemlich aus der Puste gewesen. Ist die Polizei zu wenig fit?

von
lad
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In dieser Strasse in der Nähe des Marktplatzes St. Gallen beobachtete ein Leser-Reporter am Dienstagnachmittag eine Verfolgungsjagd der Polizei.

In dieser Strasse in der Nähe des Marktplatzes St. Gallen beobachtete ein Leser-Reporter am Dienstagnachmittag eine Verfolgungsjagd der Polizei.

lad
Der Flüchtige bog hier nach rechts unter die Unterführung ab. Der Polizist verfolgte ihn...

Der Flüchtige bog hier nach rechts unter die Unterführung ab. Der Polizist verfolgte ihn...

lad
... und stürzte an dieser Stelle. Er war auf dem Schnee ausgerutscht.

... und stürzte an dieser Stelle. Er war auf dem Schnee ausgerutscht.

lad

Als der Leser-Reporter am Dienstagnachmittag in der Nähe des Marktplatzes in St. Gallen unterwegs war, wurde er Zeuge einer Verfolgungsjagd der Polizei. «Als der Polizist dem fliehenden Mann hinterherrannte, rutschte er bei der Abzweigung bei der Unterführung Brühltor aus», so der Leser-Reporter.

Ihm habe der Polizist ziemlich leid getan – er habe auch ganz erschöpft ausgesehen. «Da kam mir die Frage: Wie fit muss die Polizei eigentlich sein?», so der Leser-Reporter. Es könne doch nicht sein, dass eine Verfolgung an der Kondition des Polizisten scheitere. Er wisse zwar nicht, wie lange der Beamte den Mann schon verfolgt habe, aber das sei sicher anstrengend: «Die schleppen ja schon ein paar Kilos mit», schreibt der Leser-Reporter weiter. Das setze schon eine gewisse Fitness voraus.

Ausrüstung der Stadtpolizisten St. Gallen

So sind die Polizisten der Stadtpolizei St. Gallen ausgerüstet.

Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen, erklärt die Ausrüstung eines Stadtpolizisten (Video: lad)

Heroin auf der Flucht weggeworfen

Laut Stapo-Sprecher Dionys Widmer wurde die Person vor der Verfolgung angehalten und eine Personenkontrolle durchgeführt. Daraufhin sei der Mann geflüchtet, der Polizist habe die Verfolgung aufgenommen. «Dabei ist er auf dem Schnee ausgerutscht und gestürzt», so Widmer. Der Beamte sei jedoch wieder aufgestanden und habe den Mann danach dennoch erwischt.

Als der Mann auf der Flucht war, habe er zwei «Gassenbriefe» Heroin weggeworfen. Die Polizei habe diese sicherstellen können, der Mann habe eine Anzeige wegen Hinderung einer Amtshandlung und Besitz von Betäubungsmitteln erhalten. «Der Polizist hat sich beim Sturz glücklicherweise nicht verletzt», so Widmer weiter.

«Die meisten trainieren privat»

Und wie steht es um die Fitness der Polizei? «Spezifische Fitness-Tests gibt es nach der Polizeischule nicht mehr», so Widmer. Dennoch werde von den Mitarbeitern erwartet, dass sie fit sind. Als Polizist könne man nicht erwarten, den ganzen Tag nur im Auto zu sitzen. Bisher habe es aber nie Probleme gegeben: «Mir ist kein Fall bekannt, wo ein Gespräch mit einem Mitarbeiter wegen fehlender Fitness durchgeführt werden musste», so Widmer.

Auch bei der Kantonspolizei St. Gallen ist man sehr daran interessiert, dass die Mitarbeiter fit sind. «Der grösste Teil hält sich privat fit», so Sprecher Gian Andrea Rezzoli. Ohnehin würde bereits in der Polizeischule aussortiert. Da müsse man einen Parcours bestreiten. «Ein Untrainierter hat keine Chance diesen zu bestehen», so Rezzoli. Nach diesen Eignungstests gebe es auch bei der Kantonspolizei keine weiteren regelmässigen Sporttests.

Das gleiche gilt auch für die Kantonspolizei Thurgau. «Im Korps werden Polizistinnen und Polizisten nicht mehr spezifisch auf ihren Fitnesszustand getestet», sagt Sprecher Andy Theler auf Anfrage. Es werde aber erwartet, dass sich die Mitarbeiter selber so fit halten, dass sie den Herausforderungen ihres Berufes jederzeit gewachsen sind. Er ergänzt: «Viele Polizistinnen und Polizisten sind in Sportvereinen aktiv.»

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