Oakland: Polizist tötet Schwarzen - Zwei Jahre Haft
Aktualisiert

OaklandPolizist tötet Schwarzen - Zwei Jahre Haft

Ein Gericht in Los Angeles hat einen früheren Polizisten wegen des tödlichen Schusses auf einen unbewaffneten Schwarzen zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt.

Der ehemalige Polizist muss ins Gefängnis.

Der ehemalige Polizist muss ins Gefängnis.

Beim Haftmass berücksichtigte der Richter bei der Urteilsverkündung am Freitag die fast 300 Tage, die der 2Polizist erschiesst Schwarzen - zwei Jahre in Haft8-jährige bereits im Gefängnis verbrachte. Er war im Juli für schuldig befunden worden, am Neujahrstag 2009 den 22-jährigen Oscar Grant in Oakland im Norden Kaliforniens mit seiner Waffe erschossen zu haben.

Er war zu einem Streit in der U-Bahn gerufen worden. Nach eigenen Aussagen wollte er seine Elektroschockpistole einsetzen, zog aber versehentlich die Schusswaffe. Der Vorfall war von einer Videokamera aufgezeichnet und landesweit im Fernsehen gezeigt worden.

Heftige Unruhen

In Oakland kam es daraufhin zu heftigen und teils gewalttätigen Protesten, weshalb das Verfahren nach Los Angeles verlegt wurde. Auch nach dem Urteil im Juli kam es in der nordkalifornischen Stadt zu wütenden Protesten.

Der Tod Grants weckte Erinnerungen an den Fall Rodney King, der 1992 die schwersten Rassenunruhen in den USA seit den 60er Jahren ausgelöst hatte. Der schwarze Autofahrer King war im März 1991 auf einer Autobahn bei Los Angeles von weissen Polizisten brutal zusammengeschlagen worden.

Der Freispruch der Beamten vor Gericht führte im April 1992 in mehreren Städten zu tagelangen Ausschreitungen, bei denen 55 Menschen getötet und mehr als 2000 verletzt wurden.

(sda)

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