«Feiger Akt»: Polizist wegen Gewalt verurteilt
Aktualisiert

«Feiger Akt»Polizist wegen Gewalt verurteilt

Ein Genfer Polizist ist am Montag zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Mann in Handschellen geschlagen hat. Die Richter sprachen ihn des Amtsmissbrauchs und der einfachen Körperverletzung schuldig.

Der Vorsitzende des Polizeigerichts sprach von einem «feigen Akt», den der Polizist im Jahr 2006 begangen habe. Das Opfer, ein mutmasslicher Kleindealer, sei wehrlos gewesen. Zudem hat er keinen Widerstand geleistet, wie drei Zeugen aussagten. Gewalt anzuwenden, sei damit nicht angezeigt gewesen.

Gemäss Zeugen hat er dem Opfer einen Faustschlag ins Gesicht versetzt und ihm anschliessend den Kopf gegen die Wand des Verhörzimmers geschlagen.

Das Gericht verurteilte den Mann auch wegen Falschanzeige. Der Polizist hatte das Opfer bezichtigt, ihn angespuckt zu haben. Das Gericht kam aber zum Schluss, dass er diese Anzeige nur eingereicht hatte, um sein eigenes Vorgehen zu begründen. Das Strafmass beträgt 150 Tagessätze à 80 Franken. Die Strafe wird für drei Jahre ausgesetzt. Der Polizist will dagegen rekurrieren. (sda)

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