Aktualisiert 24.06.2004 12:48

Polizist wegen sexueller Nötigung fristlos entlassen

Ein Waadtländer Polizist hat nach Dienstschluss eine ihm anvertraute Frau sexuell genötigt.

Er wurde fristlos entlassen, wie der Kantonale Untersuchungsrichter und das Waadtländer Polizeikommando am Donnerstag mitteilten. Zudem wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Am vergangenen Samstagnachmittag hatten Zeugen in einer Ortschaft im nördlichen Waadtland eine Frau in Not beobachtet und die Polizei benachrichtigt. Diese nahm die nach einem Streit vor ihrem Freund geflüchtete Frau in Gewahrsam, ein Arzt untersuchte sie in der Folge. Angesichts des Zustands der 33-jährigen Waadtländerin und in Einverständnis mit dem Arzt und ihren Eltern wurde die Frau in die Obhut eines Polizeibeamten gegeben. Der 44-jährige Polizist verbrachte nach Dienstschluss einen Teil des Abends mit der Frau und weiteren Bekannten. Danach hat er den Angaben zufolge die Frau zu sexuellen Handlungen genötigt, bevor er sie zu ihren Eltern nach Hause fuhr.

Am Dienstag zeigte die Frau den Polizisten an. Dieser wurde noch in der Nacht vernommen. Nach erneuter Anhörung des Opfers sowie weiterer Zeugen und den Aussagen des fehlbaren Beamten wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet. Untersucht wird den Angaben zufolge wegen sexuellen Handlungen mit einer wehrlosen Person sowie wegen sexueller Nötigung. Am Donnerstag wurde der betroffene Polizist fristlos entlassen. Die Waadtländer Behörden wollten mit Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz des Opfers keine genaueren Angaben zum Ort und Ablauf der Tat machen. (dapd)

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