Beleidigende Kommentare - Polizist zeigt nach Corona-Demo über 1000 Facebook-User an
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Beleidigende KommentarePolizist zeigt nach Corona-Demo über 1000 Facebook-User an

Nach einer Coronamassnahmen-Demo teilten Tausende Facebook-User das Bild eines österreichischen Polizisten im Netz. Jetzt geht der 32-Jährige deshalb vor Gericht.

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Ein Polizist geht rechtlich gegen Facebook-Userinnen und -User vor.

Ein Polizist geht rechtlich gegen Facebook-Userinnen und -User vor.

Pixabay

Ein 32-jähriger österreichischer Polizist war im Februar 2021 bei einer Corona-Demo in Innsbruck im Einsatz. Nach der Kundgebung kursierte plötzlich ein Bild samt Text von ihm in den sozialen Netzwerken. Er wird darin beschuldigt, bei der Verhaftung eines 82-Jährigen beteiligt gewesen zu sein, der «zu Boden gerissen, verhaftet und stundenlang verhört» worden sei.

Ein Unbekannter filmte den Vorfall und stellte den Clip ins Internet, dort wurde er mehr als 1500-mal geteilt. Darunter fanden sich zahlreiche beleidigende Kommentare. Zu Unrecht: Denn der 32-Jährige stand einige Meter entfernt, war in besagte Amtshandlung gar nicht direkt involviert.

Erste Anzeigen endeten mit Verurteilung

Nun geht der 32-Jährige gerichtlich gegen die Hass-Postings im Netz vor. «Alle diese Personen werden von uns hören», kündigt sein Anwalt Robert Kerschbaumer gegenüber der «Kronen Zeitung» an. Mehr als 300 Poster seien bereits angezeigt worden. Einige Verhandlungen seien schon über die Bühne gegangen, die mit Verurteilungen endeten.

Kerschbaumer rechnete in den kommenden Wochen mit rund 50 Prozessen in Klagenfurt und Innsbruck. Insgesamt gehe er, so sagt er der «Krone», von 1000 bis 1500 Strafanzeigen und Hunderten Klagen nach dem Zivil- und Medienrecht aus.

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(heute.at/ore)

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