Massenschlägerei in Basel: «Ich hörte Geschrei und dann sah ich Stühle fliegen»
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Massenschlägerei in Basel«Ich hörte Geschrei und dann sah ich Stühle fliegen»

Bei einer Massenschlägerei in Basel wurden am Dienstagabend zwei Polizisten verletzt. Eine Stichwaffe und ein Elektroschockgerät wurden sichergestellt, sechs Personen wurden kontrolliert.

von
Oliver Braams
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«Ich wurde am Dienstagabend um etwa 20 Uhr von Geschrei unten bei der Bar um die Ecke aufgeschreckt», sagt eine 20 Minuten-Leserin aus dem Basler Klybeck-Quartier. Eine Gruppe lieferte sich auf der Strasse eine wilde Massenschlägerei.

«Ich wurde am Dienstagabend um etwa 20 Uhr von Geschrei unten bei der Bar um die Ecke aufgeschreckt», sagt eine 20 Minuten-Leserin aus dem Basler Klybeck-Quartier. Eine Gruppe lieferte sich auf der Strasse eine wilde Massenschlägerei.

Leser-Reporter
Laut der Basler Staatsanwaltschaft waren mindestens sechs Personen in die Auseinandersetzung involviert. Eine Stichwaffe und ein Elektroschockgerät konnten von der Polizei sichergestellt werden.

Laut der Basler Staatsanwaltschaft waren mindestens sechs Personen in die Auseinandersetzung involviert. Eine Stichwaffe und ein Elektroschockgerät konnten von der Polizei sichergestellt werden.

Leser-Reporter
Die Leser-Reporterin berichtet von tumultartigen Szenen. Ein Mann sei von einem Angreifer vom Velo gestossen und mit einem Messer verletzt worden. Der Verletzte habe sich in einem Wohnhaus auf der anderen Strassenseite verschanzt. Der Angreifer habe ihn verfolgt und auf die Haustüre eingetreten.

Die Leser-Reporterin berichtet von tumultartigen Szenen. Ein Mann sei von einem Angreifer vom Velo gestossen und mit einem Messer verletzt worden. Der Verletzte habe sich in einem Wohnhaus auf der anderen Strassenseite verschanzt. Der Angreifer habe ihn verfolgt und auf die Haustüre eingetreten.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Am Dienstagabend kam es im Kleinbasel zu einer Massenschlägerei auf offener Strasse.
  • Die Polizei musste mit einem grösseren Aufgebot intervenieren, dabei wurden zwei Polizisten verletzt.
  • Eine Stichwaffe und ein Elektroschockgerät konnten sichergestellt werden und sechs Personen wurden kontrolliert.

Am Dienstagabend kam es in der Kleinhüningerstrasse im Kleinbasel zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit mindestens sechs involvierten Personen, wie die Basler Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Eine Leser-Reporterin, die unweit des Tatorts wohnt, wurde gegen 20 Uhr durch Schreie auf der Strasse aufgeschreckt. «Als ich zum Fenster rausschaute, sah ich Stühle auf die Strasse fliegen», berichtet sie. Eine Gruppe sei dann zur Strasse gerannt und lieferte sich dort eine wilde Schlägerei.

Ein Mann habe einen anderen vom Velo gestossen und mit einem Messer verletzt. Der Verletzte sei dann in ein Wohnhaus auf der anderen Strassenseite gerannt und habe sich dort verschanzt. Der Angreifer habe ihn verfolgt und auf die Haustüre eingetreten. «Das hat dermassen geknallt, dass ich es bis zu mir in der Wohnung hören konnte», so die 31-Jährige.

«Das war ein Riesengeschrei. Aus den umliegenden Geschäften kamen viele Leute raus und versuchten die Situation zu klären», sagt sie. Jemand habe dann wohl die Polizei gerufen, woraufhin der Angreifer davon gerannt sei, wie die Leserin berichtet. «Er kam aber nur bis zur nächsten Ecke. Dort wurde er von der Polizei festgehalten», sagt sie.

Polizisten attackiert und beschimpft

Die Polizei musste mehrere Patrouillen aufbieten, um die Situation unter Kontrolle bringen zu können. Bei der Intervention wurden eine Polizistin und ein Polizist von einer Frau leicht verletzt und von weiteren Beteiligten beschimpft. Eine Stichwaffe sowie ein Elektroschockgerät konnten sichergestellt worden. Die Kontrahenten seien kontrolliert und auf die Polizeiwache gebracht worden.

Bei den Kontrollierten handle es sich um einen 15-jährigen Kosovaren, einen 16-jährigen Serben, einen 20-jährigen Staatenlosen, einen 21-jährigen Algerier, einen 23-jährigen Portugiesen, eine 31-jährige Schweizerin und einen 44-jährigen Mann, dessen Nationalität nicht feststehe. Tathergang und die Gründe der Auseinandersetzung seien noch nicht geklärt und Gegenstand von Ermittlungen. Die Kriminalpolizei Basel-Stadt sucht Personen, die sachdienliche Hinweise geben können.

Mann mit Pitbull bedroht?

«Diese Szenen waren schon heftig, meine kleine Tochter musste deshalb weinen», so die Leser-Reporterin. Sie will weiter beobachtet haben, wie eine Frau mit einem Pitbull einen Mann bedroht habe. «Der Mann hat den Hund im Gegenzug mit einem Taser auf Abstand gehalten, was diesen nur noch aggressiver machte», so die Leserreporterin. «Ich konnte sogar die Funken sehen.»

Peter Gill, Mediensprecher der Basler Staatsanwaltschaft, bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten, dass eine Person einen Hund mit sich führte. «Es liegen jedoch keine Hinweise vor, dass jemand angegriffen worden ist», sagt er.

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