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Polizisten laden Pornos runter

Insgesamt 410 deutsche Polizeibeamte stehen im Verdacht, pornografische Bilder aus dem Internet auf ihre Dienstrechner geladen und weitergeleitet zu haben.

Wie Staatsanwalt Ralf Muhrmann am Dienstag in Gera auf AP-Anfrage sagte, sind damit noch mehr Beamte ins Visier der Ermittler geraten, als Ende Januar von der Behörde mitgeteilt worden war. Hinweise auf Gewalt- oder Kinderpornografie gebe es nicht.

Den Angaben zufolge hatte die Staatsanwaltschaft zunächst gegen sechs Beamte Ermittlungen wegen der Verbreitung pornografischer Schriften aufgenommen. Nach einer Überprüfung sämtlicher Thüringer Polizeidienststellen hatte sich der Verdacht am 25. Januar zunächst auf 345 Polizisten und nunmehr auf insgesamt 410 Beamte ausgeweitet. Auch bei der Polizei in Sachsen-Anhalt sollen vier Beamte aus dem Bereich der Polizeidirektion Merseburg Sex-Fotos aus dem Internet über Dienstcomputer gesammelt und getauscht haben, wie die Staatsanwaltschaft in Halle am 31. Januar mitgeteilt hatte. Die Männer sollen über das polizeiinterne Daten-Netz die Bilder von Revier zu Revier geschickt haben.

Die unaufgeforderte Verbreitung pornografischen Materials kann laut Gesetz mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr belegt werden. (dapd)

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