Überlebenswichtig : Polizisten stehen Kalb nach der Geburt zur Seite und werden gross abgefeiert 

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Überlebenswichtig Polizisten stehen Kalb nach der Geburt zur Seite und werden gross abgefeiert 

Eine Polizeipatrouille ist in Ruswil auf einer Wiese auf eine kalbende Kuh aufmerksam geworden. Kurzerhand legten sie einen Stopp ein und betätigten sich als Geburtshelfer. Sogar Regierungspräsident Guido Graf hält bei Facebook den Daumen hoch.  

von
Yann Bartal

Darum gehts

  • Bei einer Patrouillenfahrt in Ruswil entdeckte die Luzerner Polizei eine kalbende Kuh.

  • Die Polizisten kontaktierten darauf den Bauern und kümmerten sich um das neugeborene Kalb.

  • Auf die Mitteilung des tierischen Polizeieinsatzes erhält die Luzerner Polizei viel Lob.

  • Der Landwirt war froh, dass sich die Polizei bei ihm meldete, denn es ist für alle Beteiligten ein schönes Ereignis, wenn ein Kälbchen auf die Welt kommt. 

Die Luzerner Polizei hatte einen Einsatz der nicht alltäglichen Art: Während einer Patrouillenfahrt in Ruswil fiel den Polizisten auf einer Weide des Hofs Ziswil eine Kuh auf, die am Kalben war. In Sorge um das neugeborene Kälbchen hielten die Polizisten kurzerhand den Wagen an und kontaktierten den Bauern, dem die Tiere gehören. Bis zu seinem Eintreffen vor Ort blieben die Polizisten bei der Mutterkuh.

«So konnten wir sicherstellen, dass der kleine Stier gut atmen konnte und im Gefälle nicht hinunterrollte», schreibt die Luzerner Polizei auf den Social-Media-Kanälen. Und sie ergänzt: «Wir freuen uns, dass wir einen Dienst der etwas anderen Art leisten konnten, als Freund und (Geburts-)helfer.» Für das beherzte Eingreifen werden die «uniformierten Geburtshelfer» in den Kommentarspalten mit lobenden Kommentaren, Herzen und Likes überhäuft. Sogar der Luzerner Regierungspräsident Guido Graf schickte der Patrouille ein Like auf Facebook. Damit ist er mit weiteren 337 Personen in bester Gesellschaft. 

«Es ist ein schönes Ereignis für alle Beteiligten, wenn ein Kälbchen auf die Welt kommt»

Erfreut über den ungewöhnlichen Einsatz der Polizisten zeigt sich auch Landwirt Andreas Schmidli vom Hof Ziswil. Er sei froh gewesen, dass sich die Polizei bei ihm gemeldet hatte. «Es ist immer gut, wenn jemand dabei ist und es ist auch ein schönes Ereignis für alle Beteiligten, wenn ein Kälbchen auf die Welt kommt», sagt Schmidli im Gespräch mit 20 Minuten.

Dass eine Kuh mitten auf der Weide kalbe, ist laut dem Landwirt aber nicht besonders aussergewöhnlich. Es  gebe auch viele Bauern, die es fördern, dass die Kühe auf der Weide kalben, weil sich die Kühe in freier Natur wohlfühlen. Das erfreuliche Ereignis hätte sich bereits vor zwei Wochen abgespielt, erzählt Bauer Schmidli weiter. Mit einem Augenzwinkern relativiert er auch die Polizeimeldung: «Für den kleinen Stier bestand keine Gefahr, im Gefälle hinunterzurollen.» Für weitere Informationen vonseiten der Luzerner Polizei war am Sonntag auf Anfrage niemand erreichbar. 

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