Aktualisiert 19.10.2006 20:36

Polizisten werden immer öfter angegriffen und verletzt

Harte Zeiten für Gesetzeshüter: Der Respekt vor der Uniform nimmt ab – die Angriffe gegen Polizisten nehmen zu. Immer aggressiver werden die unauffälligen Personen.

«Gewalttaten gegen Polizisten passieren immer häufiger», sagt Franz Märki von der Berner Stapo. «Unsere Beamten wurden schon angespuckt, getreten, geschlagen und gebissen.» Vor allem unauffällige Menschen würden heute viel schneller ausfällig als früher: «Unsere Verkehrspolizisten werden immer öfter von Autofahrern bedroht und verbal angegriffen.» Solche Attacken rapportieren die Beamten meistens gar nicht mehr. «Sie haben da eine dicke Haut», so Märki.

Auch tätliche Angriffe kommen immer wieder vor: Erst vor einer Woche wurden in Interlaken drei Polizisten bei einem Handgemenge verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. Insgesamt wird im Kanton Bern etwa alle drei Tage ein Polizist attackiert. Dabei setzen die Täter vom Messer bis zu Pistolen alles ein.

In der Schweiz hat sich die Zahl der Gewalttaten gegen Beamte und Behörden in den letzten Jahren fast verdoppelt – von 747 Vorfällen im Jahr 2000 auf 1356 Fälle im Jahr 2004.

Lorenz Hanselmann

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