Aktualisiert 09.03.2011 12:55

ZürichPolizisten wollen nicht mit Chaoten demonstrieren

Eigentlich wollten die Zürcher Stadtpolizisten gegen die Sparmassnahmen beim städtischen Personal demonstrieren. Jetzt haben sie ihre Teilnahme abgesagt.

Rund 100 Zürcher Stadtpolizisten demonstrierten am 8. Dezember 2010 vor dem Zürcher Rathaus gegen die Sparmassnahmen.

Rund 100 Zürcher Stadtpolizisten demonstrierten am 8. Dezember 2010 vor dem Zürcher Rathaus gegen die Sparmassnahmen.

Die Zürcher Stadtpolizisten wollen nicht zusammen mit dem Revolutionären Aufbau Zürich (RAZ) demonstrieren. Sie haben deshalb ihre Teilnahme am Protestmarsch «Zürich steht still» vom Mittwoch abgesagt, der sich gegen Sparmassnahmen beim städtischen Personal richtet.

Der städtische Polizei-Beamten-Verband (PBV) könne nicht akzeptieren, dass Aktivisten des RAZ, einer Organisation, die seit Jahren für Sachbeschädigungen und Gewaltexzesse mitverantwortlich sei, gemeinsam mit Polizistinnen und Polizisten demonstrierten.

RAZ distanziert sich nicht von Gewalt

Der Revolutionäre Aufbau habe sich mit seinem Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung vom Mittwoch unnötigerweise in die Anliegen der städtischen Angestellten eingemischt, heisst es in der PBV-Mitteilung.

Da der RAZ nicht auf die Teilnahme verzichten wolle und sich nicht klar distanziere von Gewalt und Sachbeschädigungen, hätten sich die Polizistinnen und Polizisten entschlossen, auf die Ausübung ihrer demokratischen Grundrechte zu verzichten und nicht mitzumarschieren.

Polizisten halten an Forderungen fest

Eine Kundgebung mit polizeilicher Beteiligung müsse garantieren können, dass keine Sachbeschädigungen und Ausschreitungen stattfänden, heisst es in der Mitteilung.

Auch wenn er nicht an der Demo teilnehme, halte der PBV an der Forderung an die Politik fest, es sei auf «unnötige Sparmassnahmen zum Nachteil des städtischen Personals» zu verzichten. Die Polizistinnen und Polizisten seien solidarisch mit den anderen städtischen Angestellten.

(sda)

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