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Wiesendangen ZHPool darf bleiben, obwohl er illegal ist

Ein Pool in Wiesendangen ZH steht in der Landwirtschaftszone. Das Baurekursgericht hat dennoch entschieden, dass dieser bleiben darf.

von
Lynn Sachs
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Ein Mann aus Wiesendangen hätte trotz Baubewilligung nicht mit dem Bau seines Pools beginnen dürfen. (Symbolbild)

Ein Mann aus Wiesendangen hätte trotz Baubewilligung nicht mit dem Bau seines Pools beginnen dürfen. (Symbolbild)

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Die Gemeinde hat die Errichtung des Beckens bewilligt, ohne die kantonale Baubehörde beizuziehen.

Die Gemeinde hat die Errichtung des Beckens bewilligt, ohne die kantonale Baubehörde beizuziehen.

Johanna Bossart / Tamedia AG

Darum gehts

  • Ein Mann hat in Wiesendangen ZH einen 50 Quadratmeter grossen Pool gebaut.

  • Ein Nachbar verlangte den Abbruch, weil das Becken in einer Landwirtschaftszone steht.

  • Das Baurekursgericht hat entschieden, dass der Pool bleiben darf.

Im Sommer 2010 hat sich ein Mann in Wiesendangen ZH ein 50 Quadratmeter grosses Schwimmbecken in den Garten bauen lassen. Rund drei Jahre später verlangte ein Nachbar den Abbruch des Pools. Das Becken befinde sich in einer Landwirtschaftszone, in der ein generelles Bauverbot herrscht.

Das Bundesgericht hat nun jedoch entschieden, dass der Pool stehen bleiben darf, berichtet der «Landbote». Laut dem Urteil wurde der Bau des Schwimmbeckens 2010 fälschlicherweise von der Gemeinde Bertschikon bewilligt. Diese hätte die kantonale Baubehörde beiziehen müssen. Im Urteil wird festgehalten, dass man dem Bauherrn nicht anlasten kann, dass er den Fehler nicht bemerkte. Der Wiesendanger hat mit dem Bau des Pools erst begonnen, als er die Bewilligung in der Hand hatte.

«Landwirtschaftlich kaum nutzbare Lage»

Das Gericht prüfte trotzdem, ob das Schwimmbecken beseitigt werden muss und kam zum Schluss, dass der Pool in der Nähe mehrerer Häuser und deshalb in einer «landwirtschaftlich kaum nutzbaren Lage» steht. Ebenfalls nehme das Becken nur eine bescheidene Fläche ein und sei nicht störend, da es in den Boden versenkt wurde.

Laut dem Artikel hat das Gericht entschieden, dass die Abbruchsforderung des Nachbars nicht gerechtfertigt werden kann: «Es ist davon auszugehen, dass er rund drei Jahre zuwartete, bevor er bei der Gemeinde gegen den Pool intervenierte.» Der Nachbar gibt an, dass er sich schon früher bei der Baubehörde beschwert habe. Dazu gibt es aber keine Dokumentation.

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