Poplegende Georg Danzer gestorben
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Poplegende Georg Danzer gestorben

Der österreichische Popsänger Georg Danzer ist am Donnerstag 60-jährig an seiner Krebserkrankung gestorben.

Dies teilte sein Management am Freitag mit.

Danzer wurde bereits am Freitag in St. Pölten im engsten Familienkreis ohne Teilnahme von Musiker-Kollegen eingeäschert. Der am 7. Oktober 1946 in Wien geborene und von seinen Freunden und Fans «Schurli» genannte Danzer hat 40 Alben herausgebracht.

Wegen seiner Erkrankung hatte er zuletzt mehrere Konzerte abgesagt. Im April kehrte er in der Wiener Stadthalle kurzfristig auf die Bühne zurück, wo er letztmalig auch mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich spielte. Zuletzt hat Danzer im Herbst des Vorjahres das Album «Träumer» veröffentlicht.

Danzers Erkrankung war im Juli 2006 diagnostiziert worden. Schon zuvor hatte Danzer für sein letztes Album «Träumer» Songs - etwa «Mei Aschen» oder «A letztes Lied» - geschrieben, die sich mit Abschied und Sterben beschäftigten.

«Jö schau»

Danzer wurde am 7. Oktober 1946 in Wien geboren. Seine erste Single «Vera» erscheint 1968. Erfolge feiert Danzer jedoch zuerst als Songschreiber für Wolfgang Ambros, Marianne Mendt oder Wilfried.

Die Single und gleichnamige LP «Tschik» sorgen für Aufmerksamkeit, und nach den weiteren LPs «Honigmond» und «Der Tätowierer und die Mondprinzessin» veröffentlicht Danzer einen Song, der bis heute nachwirkt: Die Hawelka-Hymne «Jö schau» erscheint 1975 und wird im Jahr darauf vergoldet.

Jahre in Deutschland folgen: Dort formiert sich die Danzer-Band, entsteht der «Wixerblues» und das «Morgenrot» von Danzers Karriere. 1980 nimmt auch Österreich wieder Notiz vom «neuen» Danzer, der sich zunehmend als Songschreiber profiliert.

«Austria 3»

Nachdem die Plattenfirma den Vertrag nicht verlängert, zieht Danzer nach Hamburg und widmet sich dort Übersetzungen aus dem Spanischen.

Ab 1990 ist Danzer öfters «Wieder in Wien», wie auch die damals erscheinende LP und Tour heisst, bevor er 1994 wieder ganz nach Wien übersiedelt.

Im Jahre 1997 darauf steht Danzer erstmals mit Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros als «Austria 3» auf der Bühne, eine Erfolgsstory folgt, die erst dieses Jahr mit der Auflösung der Austropop-Supergroup ihr Ende fand.

Im April 2007 liess sich Danzer noch einmal auf der Bühne feiern - sein Auftritt in der Wiener Stadthalle wurde zum Fest des Austropops.

(sda)

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